wip-Forum Kunststoffpraxis
wip-
Elastomerforum

Am 27. März führten Peter Barlog, BARLOG Plastics GmbH, und Prof. Hans-Josef Endres, IKK – Institut für Kunststoff- und Kreislauftechnik der Leibniz Universität gemeinsam durch das wip-Forum Kunststoffpraxis mit dem Titel „Technische Kunststoffe im Kreislauf“.
„klar, konsistent und praktikabel“ –
so müssen Regulierungen sein. Da waren alle einig auf dem wip-Forum Kreislaufführung 2025. Dies gelte umso mehr für Regulierungen, die motivieren sollten. Leider hapere es bei der aktuellen Gesetzgebung zur Kreislaufwirtschaft genau daran.
„gut, günstig und nachhaltig“
Diese drei Aspekte seien ins Gleichgewicht zu bringen – und das für jedes Produkt, jedes Technische Bauteil neu. Kompromisse seien hier unerlässlich. Alles gleichzeitig zu optimieren, sei utopisch.
Um im Unternehmen zukunftsfähig wirtschaften zu können, müsse mit nachhaltigen Produkten auch Geld verdient werden können. Ohne Geld zu verdienen, könnten sich Unternehmen eben nicht auf dem Markt halten.
Nachhaltigkeit und Effizienz müssten sich nicht ausschließen. Es gelte, Kosten zu senken und die eigene Umweltbilanz zu verbessern ohne Kompromisse bei der Qualität einzugehen. Alle Aspekte bereits in der frühen Produktentwicklungsphase – also zu Beginn einer Produktentwicklung – zu bedenken, sei sehr kostensparend – leider aber auch nicht immer ganz einfach.
„Wissen verdichten, Thesen diskutieren und praktische Hilfestellungen austauschen“ – das hat auf dem wip-Forum Kunststoffpraxis 2025 wieder alle Teilnehmer ein Stück nach vorne gebracht.
Auf dem wip-Forum Kunststoffpraxis 2023 │ Erfolgreicher mit Kreislaufführung versammelten sich am 6. Juni hochkarätige Experten, Unternehmensvertreter und Studenten in der Leibniz Universität Hannover, um ungezwungen neue Lösungen für die Kreislaufwirtschaft zu diskutieren.
Thematisch sehr vielfältig ging es durch den Tag. Über die Verankerung von ECODesign in Management-Prozessen von der Ökopol und in Unternehmensstrategien von Audi, Miele und Röchling hin zu Enable-Tools wie dem Digitalen Produktpass (Wuppertal Institut), Kunststoff-Markern (Polysecure), der Nachhaltigkeitsbewertung von Kunststoffen (IKK), der Simulation von Rezyklaten und Biopolymeren (SimpaTec) und der frühzeitigen Planung von Bauteilen (KB Hein) konnten die Teilnehmer umfassendes Wissen abgreifen sowie einen chemischen Exkurs in das Recycling von Reifen mit dem Deutschen Institut für Kautschuktechnologie unternehmen.
Last but not least rockten die beiden Referenten von Holy Poly mit junger Dynamik den Saal. Die mitgebrachte Wundertüte enthielt u.a. Baby-Trinkflaschen, Rucksackverschlüssen und Klemmbausteine – eine Idee, in die Lego einsteigen sollte.
So käme man den Lösungen näher: Einfach mal machen. Da waren sich die beiden Moderatoren Prof. Dr. Ing. Endres, Institut für Kunststoff- und Kreislauftechnik (IKK), und Dr. Ing. Jörg Lefèvre, Deutsche Bundesstiftung Umwelt, einig.
Abgerundet wurde der Tag durch ausgiebige Gespräche und Diskussionen beim Get-Together. Um das Netzwerken „über die Bande“ zu verbessern, wurde der Teilnehmerkreis erweitert um Teilnehmer des IKK Kolloquiums „Nachhaltige Kunststoffstrategien im Automobilbereich“, welches am Folgetag stattfand.
Der Erfolg der Veranstaltung gibt den Initiatoren recht. Dieser Austausch zwischen Unternehmen, wissenschaftlichen Einrichtungen und dem Nachwuchs zum Thema Nachhaltigkeit sollte fortgesetzt werden. Wie die Initiatoren ankündigen, soll das wip-Forum Kunststoffpraxis im Jahr 2025 wieder stattfinden. Es steht noch nicht fest, welches konkrete Nachhaltigkeitsthema dann aufgegriffen wird.
Gesponert wurde die Veranstaltung durch Röchling.
Nachhaltiger Kunststoff

Ja – Kunststoff kann fast alles.
Er kann auch besser als viele andere Werkstoffe im Kreis gefahren werden. Da waren sich alle Teilnehmer auf dem WIP-Jahresforum 2021 einig. „Plastics for Future“ lässt sich realisieren mit nachhaltigem Kunststoff. Um von einer linearen zu einer zirkulären Wirtschaft zu kommen, ist gemeinsames Handeln gefordert.
Unsere Welt steht vor enormen globalen Herausforderungen. Die Ressource Erdöl wird immer knapper. Der „Müll“ wird immer mehr. Das Denken und Wirtschaften in Kreisläufen ist gefordert. Dabei muss in Zukunft darauf geachtet werden, die Dinge ganzheitlich nachhaltig zu betrachten. Die Potentiale des Kunststoffs müssen genutzt, Lösungen für die Kreislaufführung verbessert werden.
„Bisher wurden Kunststoffe und Produkte im Hinblick auf ihre Verarbeitung und Anwendung optimiert. Das reicht nicht. Kunststoffe und Produkte müssen zusätzlich mit Blick auf weitere Nutzungsphasen und damit auch stärker mit Blick auf die Kreislaufführung optimiert werden. Wertschöpfungsketten müssen zu Wertschöpfungskreisläufen werden,“ so Prof. Dr. Endres, Leiter des Instituts für Kunststoff- und Kreislauftechnik an der Leibniz Universität Hannover, WIP-Vorstands-Mitglied und Moderator des WIP-Jahresforum 2021.
Daran müssten alle Beteiligten gemeinsam arbeiten. Die Botschaft an den Niedersächsischen Wirtschaftsminister, Dr. Bernd Altusmann, war deshalb unmissverständlich: Eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft für Kunststoffe gelinge nur durch eine Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft. „Hierzu ist auch eine gemeinsame Unterstützung aus allen Ministerien notwendig“, verdeutlichte Prof. Dr. Krumpholz, Vorstandsvorsitzender des WIP und Professor für Kunststofftechnik an der Hochschule Osnabrück.
Der Minister stärkte der Kunststoffbranche in seinem Grußwort den Rücken: „Wir streben danach, immer effizienter zu leben. Gerade deshalb bietet Kunststoff unverzichtbare Potenziale für den Aufbruch in ein klimaneutrales Industriezeitalter. Niedersachsen und Deutschland haben eine starke und innovative Kunststoffindustrie. Umwelttechnisch werden hier Maßstäbe gesetzt, an die andere Länder nur schwer heranreichen. Im Schulterschluss zwischen Wirtschaft und Wissenschaft erarbeitet das Wissens- und Innovations-Netzwerk Polymertechnik zukunftsorientierte und umsetzbaren Lösungen – das ist der richtige Weg, um die ernsthaften, durch Kunststoff verursachten Umweltprobleme anzugehen und gleichzeitig seine großen Stärken auszuschöpfen.“

Die ganze Branche muss sich ständig steigenden Anforderungen an moderne polymere Werkstoffe unter technischen Aspekten und Aspekten der Nachhaltigkeit stellen. Um hier zu bestehen, ist der Austausch von Fachwissen auf akademischer und industrieller Ebene unverzichtbar. In guter Tradition bietet das wip-Elastomerforum Wissen aus Wissenschaft und Praxis zu Elastomeren und Polyurethanen an.
Bericht zum wip-Elastomerforum 2026
Fachlicher Austausch zu Nachhaltigkeit und Digitalisierung zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Nachwuchs prägt die Jubiläumsausgabe in Osnabrück.
Am 10. März 2026 fand in den Räumen der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) in Osnabrück das diesjährige wip-Elastomerforum statt. Unter dem Leitthema „Nachhaltigkeit und Digitalisierung“ brachte die ganztägige Fachveranstaltung über 50 Expertinnen und Experten aus Industrie, Wissenschaft und Forschung zusammen und bot erneut eine wichtige Plattform für Wissens- und Technologietransfer in der Elastomerbranche. Besonders der Dialog zwischen branchenerfahrenen Spezialisten und Nachwuchswissenschaftlern wurde positiv hervorgehoben. Zudem feierte der Veranstalter, wip‑Kunststoffe e.V., sein 25-jähriges Jubiläum – ein Meilenstein für das etablierte Wissens- und Innovationsnetzwerk Polymertechnik.
Impulse für die Zukunft: Nachhaltigkeit und Digitalisierung im Fokus
Die Elastomerbranche steht vor zunehmenden technischen und ökologischen Herausforderungen. Recyclierbare Werkstoffe, nachhaltige Inhaltsstoffe und neue Prozessinnovationen gewinnen dabei stark an Bedeutung. Gleichzeitig verändern Digitalisierung und KI-basierte Methoden die Produktions- und Qualitätsprozesse. Diese Entwicklung spiegelte sich deutlich im Programm des Forums wider, das in zwei fachlichen Schwerpunkten organisiert war: Nachhaltigkeit und Digitalisierung.
Referentinnen und Referenten aus Industrie und Forschung präsentierten aktuelle Lösungen zur Kreislaufwirtschaft. Auch im Elastomerbereich geht erstaunlich viel. So stellten Patrick Bolze und Dr. Lena Marie Funke vom Sponsor des Forums, der BASF Polyurethanes GmbH, u.a. eine Idee für Upcycling von TPU vor. Eine chemische Polymerreparatur während des mechanischen Recyclings sorgt für die Beibehaltung der Materialeigenschaften und hoher Qualität bei weniger Virginzumischungen.
Im zweiten Themenschwerpunkt standen digital unterstützte Prozessinnovationen im Vordergrund. Die Vorträge verdeutlichten: Digitale Tools ermöglichen künftig deutlich effizientere, flexiblere und ressourcenschonendere Produktionsprozesse. Damit sollte auch der Preis von Rezyklate sinken – ein tragfähiger Weg, um die Wettbewerbsfähigkeit in Bezug auf Virginmaterial zu erhöhen.
Feierlicher Start: 25 Jahre wip‑Kunststoffe
Zum Auftakt blickte Prof. Dr. Thorsten Krumpholz (Vorsitzender des wip-Kunststoffe e.V. und Professor der Hochschule Osnabrück) auf 25 Jahre Netzwerkarbeit zurück. Er würdigte die Arbeit der Ehrengäste. Schon die geladenen Gründer und engagierten ersten Mitstreiter handelten nach dem Leitbild “Wissen teilen, heißt Wissen verdoppeln!“.
Niedersachsens Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne würdigte den wip-Kunststoffe in seiner Videobotschaft als starke Gemeinschaft für eine wesentliche Branche Niedersachsen. Die Trias aus Klimaschutz, Ressourcenschonung und Wettbewerbsfähigkeit dürfe nicht als Dilemma verstanden werden. Kunststoffe böten für die Transformation die besten Voraussetzungen. Ein enger Schulterschluss zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik unterstütze diesen Prozess.
Fazit
Mit seiner thematischen Fokussierung auf Nachhaltigkeit und Digitalisierung traf das wip-Elastomerforum 2026 den Nerv der Zeit. Die Veranstaltung bot nicht nur aktuelle Einblicke in Forschungs- und Entwicklungsarbeiten, sondern auch zahlreiche Impulse für die industrielle Praxis und interessante Einblicke für den Nachwuchs. Die Räumlichkeiten der DBU boten wie immer einen würdevollen Rahmen für das Forum und dieses Jahr allem auch für die Jubiläumsfeier.
wip-Elastomerforum 2024 – Knowledge for Future
Voller Erfolg – Nachwuchs trifft Fachkräfte, reger Austausch
28.02.2024 – Das wip-Elastomerforum 2024, das am 28.02.2024 in den Räumen der DBU in Osnabrück stattfand, kann als voller Erfolg verbucht werden. Unter dem Motto „Knowledge for Future“ kamen Experten, Fachkräfte und junge Talente aus der Elastomer- und Kunststoffbranche zusammen, um sich über die neuesten technischen Entwicklungen, Trends und Herausforderungen auszutauschen.
Die vom wip-Kunststoffe organisierte Veranstaltung bot eine Vielzahl von Vorträgen und Diskussionen zu aktuellen Themen der Branche, wie Fortschritte bei der Materialentwicklung, „Smart-Materials“ und Prozessoptimierungen. Renommierte Referenten aus Industrie und Forschung lieferten spannende Einblicke und präsentierten innovative Lösungsansätze.
Professor Dr. Ulrich Giese vom DIK (Deutsches Institut für Kautschuktechnologie e. V.) und Professor Dr. Markus Lothar Susoff von der Hochschule Osnabrück, die die inhaltliche Betreuung des Forums unter sich hatten, sind mit der Veranstaltung sehr zufrieden: „Auf Grund der Größe der Veranstaltung und den idealen Räumlichkeiten der DBU war ein reger Austausch zwischen Teilnehmenden und Referenten besonders gut möglich – das ist unser Ziel: die Menschen zusammen zu bringen,“ sagt Prof. Dr. Giese.
Besonders erfreulich war die rege Teilnahme von Nachwuchskräften, darunter Studierende und „Young Professionals“. Sie nutzten die Gelegenheit, um ihr Wissen zu erweitern, Kontakte zu knüpfen und sich mit erfahrenen Fachleuten auszutauschen. Das diskussionsfreudige Format des wip-Elastomerforums bot hierfür eine ideale Plattform. „Die Motivation des Nachwuchses ist entscheidend für die Zukunftsfähigkeit der Elastomerbranche. Die Veranstaltung hat gezeigt, dies kann sehr effektiv über einen offenen Austausch zwischen Nachwuchskräften und Fachexperten gelingen“, so Susoff.
Neben der Möglichkeit zum fachlichen Austausch, wurde die Themenvielfalt von den Teilnehmenden sehr begrüßt. Die Teilnehmer freuen sich bereits auf das nächste wip-Elastomerforum in zwei Jahren.
Persönlicher Wissensaustausch beschleunigt die Transformation
03.03.2022, Osnabrück – Der Austausch von Fachwissen zwischen Wissenschaft und Praxis ist unverzichtbar. Die Transformation hin zu Kreislaufwirtschaft und Klimaneutralität muss schnell gehen und fordert von allen Höchstleistungen. Das WIP-Elastomerforum 2022 in Osnabrück bot die geeignete Plattform, sich endlich wieder persönlich auszutauschen.
Die ganze Branche muss sich ständig steigenden Anforderungen an moderne polymere Werkstoffe unter technischen Gesichtspunkten und Aspekten der Nachhaltigkeit stellen. Um hier zu bestehen, ist der Austausch von Fachwissen zwischen Wissenschaft und Praxis ist unverzichtbar. In guter Tradition kamen über 40 Personen aus Wissenschaft und Praxis auf dem WIP-Elastomerforum 2022 in Osnabrück zusammen. „Wir freuen uns sehr, dass das Elastomerforum in Präsenz stattfand. Leider konnten wir aufgrund des Hygienekonzepts nicht allen Interessierten eine Teilnahme ermöglichen. Dies holen wir aber beim nächsten Mal nach!“, so Prof. Dr. Markus Susoff, Professor an der Hochschule Osnabrück und zusammen mit Prof. Dr. Ulrich Giese vom DIK e.V. sowie Prof. Dr. Norbert Vennemann der inhaltliche Leiter des Elastomerforums 2022.
Erfahrene Experten aus der Automobilindustrie, der Polymerhersteller, aus mittelständischen Unternehmen und der Wissenschaft diskutierten neben grundlegenden Aspekten aktuelle Entwicklungen von PU-Werkstoffen, zu elektrisch leitenden TPE`s oder Elastomeren und zu Sensorik bis hin zum 3D Druck von hochviskosen kautschukbasierten Formteilen. Selbstverständlich fanden auch Beiträge zum Thema „Recycling von Gummi-Elastomeren“ ihren Platz auf dem Programm.
Das WIP-Netzwerk lebt von persönlichen Kontakten, deshalb wurde auch für das Elastomerforum trotz aller Widrigkeiten am Präsenz-Meeting festgehalten. Die lebhaften Diskussionen gaben den Organisatoren recht – Persönlich hat Mehrwert, auch wenn weniger in Summe zusammenkommen konnten. WIP-Kunststoffe lädt alle ein, in 2 Jahren selbst Vorort zu sein.
