Sichere Produktqualität durch vorbeugende Verschleißdiagnose Mittwoch, 23.03.2011
Bereits auf der K 2010 stellte die Coperion GmbH, Stuttgart, ihr neues Diagnosesystem COBRA LG vor, mit dem sich der Verschleißzustand der Gehäuse-Innenwände des Verfahrensteils in Extrusions- und Compoundiersystemen der Baugröße ZSK 240 bis ZSK 380 schnell und aussagekräftig ermitteln lässt. Das System besteht aus einer hochauflösenden Videokamera und einer lasergestützten Oberflächenvermessung.
Beides ist auf einem Schlitten montiert, der durch die
Gehäusebohrung fährt. Für den Einsatz genügt es daher, die
Schnecken und Wellen zu ziehen. Die Verschleißdiagnose lässt
sich kostengünstig und zeitsparend durchführen,
beispielsweise im Rahmen einer routinemäßigen Wartung. Bei
kleineren Compoundieranlagen, für die Baugrößen von ZSK 40
bis 133, ermöglicht das seit vielen Jahren bewährte
Gehäusebohrungsmess-System GBM eine zuverlässige
Verschleißdiagnose.
Das neue System COBRA LG
ermittelt den Verschleißzustand in zwei Schritten. Im ersten
Durchlauf filmt eine hochauflösende Videokamera die
Gehäuse-Innenwände; dies ermöglicht eine gründliche optische
Analyse von deren Zustand. Im zweiten Durchlauf werden
entweder die gesamte Innenfläche des Verfahrensteils oder
ausgewählte kritische Bereiche davon mit einem
lasergestützten Messsystem exakt vermessen. Eine
Analysesoftware bereitet die Ergebnisse der Lasermessung in
einer dreidimensionalen Grafik und mit Maßangaben zur
aktuellen Verschleißsituation auf.
Mit der optischen
Analyse und der Verschleißmessung sind die Grundlagen für
eine Risikobewertung und eine präventive Erkennung von
Mängeln möglich. Dadurch werden Reparaturen besser und
kostengünstiger planbar und die Verfügbarkeit der Anlage
erhöht.
Bild: Coperion - Das Verschleißdiagnosesystem COBRA LG
ermöglicht eine optische Analyse und eine lasergestützte
Messung des Verschleißzustands der Gehäuse-Innenwände