Mit Kunststofffolie gegen Gammelfleisch Freitag, 10.06.2011
Bei verpacktem Fisch oder Fleisch ist es kaum möglich, zwischen frischer und bereits ungenießbarer Ware zu unterscheiden. Fraunhofer-Forscher haben eine Sensorfolie entwickelt, die in die Packung integriert wird und dort die Qualitätskontrolle übernimmt. Bei verdorbener Speise warnt sie durch einen Farbwechsel.
»Die Information der Sensorfolie beruht im Gegensatz zum
Mindesthaltbarkeitsdatum nicht auf einer Schätzung, sondern
auf der tatsächlichen Kontrolle des Lebensmittels«, betont
Dr. Anna Hezinger, Wissenschaftlerin an der EMFT in
München (Fraunhofer-Einrichtung für Modulare
Festkörper-Technologien ). Gleichzeitig ist das System sehr
kostengünstig. Das ist wichtig, damit es auch im großen
Maßstab eingesetzt werden kann. Andere Lösungen,
beispielsweise elektronische Sensoren, würden den Preis des
abgepackten Fleisches zu stark erhöhen. Darüber hinaus
müssen Dinge, die direkt mit Lebensmitteln in Kontakt kommen
können, hohen Anforderungen genügen. »Die
Lebensmittelsicherheit ist hier durch eine Sperrschicht
zwischen Sensorfolie und Produkt gewährleistet. Diese
Barriere lässt nur gasförmige Amine durch. Die
Indikatorchemikalien können nicht passieren«, erläutert
Hezinger
Zur Weiterentwicklung werden
Partner aus der Industrie gesucht.
Bild: Fraunhofer EMFT - Die Sensorfolie wechselt ihre
Farbe von gelb zu blau. Ein untrügliches Zeichen, dass der
Fisch ungenießbar ist.