Qualitätskontrolle mittels Wirbelstromverfahren Freitag, 16.12.2011
Suragus GmbH, Dresden, entwickelt kundenspezifische, auf Wirbelstromtechnik basierende Lösungen zur Qualitätskontrolle von Teilen aus kohlefaserverstärkten Verbundwerkstoffen.
Die Technologien, der mit Beteiligung der
Fraunhofer-Gesellschaft gegründeten Start-up GmbH, eignen
sich außerdem für die Qualitätskontrolle von transparenten
leitfähigen Oxidschichten (TCO), Fügeverbindungen oder
Rohmaterialien, wie beispielsweise für die Reinheitsprüfung
von Silizium.
Die Technologie: Defekte,
Strukturabweichungen und veränderte Werkstoffeigenschaften
verursachen in vielen Fällen eine lokale Änderung der
Leitfähigkeit. Diese lässt sich anhand der am
Fraunhofer IZFP, Dresden
(Nachtrag: neue Firmierung Fraunhofer IKTS), entwickelten
Wirbelstromprüftechnik detektieren. Das Wirbelstromverfahren
nutzt lokale Leitfähigkeitsunterschiede für die
Charakterisierung von Qualitätsmerkmalen wie beispielsweise
Dicke, Schichtwiderstand, Materialhomogenität oder andere
physikalische Veränderungen der Prüfgüter. Die
Technologie ist gut automatisierbar und funktioniert sowohl
zerstörungsfrei als auch berührungslos.
Das System ist unter anderem für die Detektierung von Gassen, Ausfransungen, Aufschiebungen und Winkelabweichungen geeignet, deren Detektion beispielsweise für die Luftfahrt- und Automobilbauindustrie essentiell ist. Neben der Prüfung von Faser- und Verbundwerkstoffen sind die Prüfung von TCO-Schichten und die Qualitätskontrolle von funktionalen Dünnschichten in der PV Industrie die Haupt- Anwendungsgebiete der Suragus-Technologie. Bei den Industriebereichen, auf die die Dienstleistung der Suragus primär abzielt, nämlich Leichtbau und Fotovoltaik, handelt es sich um Zukunftsbranchen, die in den kommenden Jahren kontinuierlich an Bedeutung gewinnen werden.
Bild: Suragus - Prüfgerät für berührungslose Qualitätssicherung von Kohlenstofffasermaterialien
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