Hochleistungswerkstoff für Brennstoffzellen-Technologie Dienstag, 07.02.2012
ThyssenKrupp VDM GmbH hat einen - gegenüber Stahl - kostengünstigeren, verbesserten Hochleistungswerkstoff für Festoxid-Brennstoffzellen (SOFC, Solid Oxide Fuel Cell) entwickelt.
Der gemeinsam mit dem Forschungszentrum Jülichen entwickelte Hochleistungswerkstoff trägt die Bezeichnung "Crofer 22 H" un dient der Herstellung von Interkonnektoren-Platten.
Die Interkonnektoren sind Stahl-Zwischenplatten, die die
einzelnen Zellen zu einem leistungsfähigen
Brennstoffzellen-„Stapel“ verbinden. Der Werkstoff für
dieses Bauteil muss innerhalb der Brennstoffzelle elektrisch
leitend, korrosionsfest, mechanisch stabil und belastbar
sein. Die thermischen Ausdehnungswerte müssen denen der
Keramik entsprechen, die für die Zellen verwendet
wird.
Die Festoxid- oder
Hochtemperatur-Brennstoffzelle liefert Energie in Form von
Wärme und Strom bei hohen Wirkungsgraden. Dabei wird aus
Kraftstoffen wie Diesel, Benzin oder Methanol bei
Temperaturen bis 900 Grad das benötigte wasserstoffreiche
Gas gewonnen. Die Bedingungen, die in der Brennstoffzelle
herrschen, erfordern besondere Werkstoffe: Crofer 22 H
enthält zwischen 20 und 24 Prozent Chrom sowie weitere
Legierungsmittel wie Wolfram, Niob, Titan und Lanthan. Der
neue Werkstoff zeichnet sich durch hohe
Korrosions-Beständigkeit bei Temperaturen bis 900 Grad, gute
elektrische Leitfähigkeit der Oxid-Schicht und eine hohe
mechanische Festigkeit bei Anwendungstemperatur aus.
Die
Brennstoffzelle kann als An-Bord-Stromversorgungsaggregat,
mobil in Autos, Lkw, Flugzeugen oder auf Schiffen oder
stationär für die Gebäudeenergieversorgung oder in kleinen
und großen Blockheizkraftwerken verwendet werden.
Bild: ThyssenKrupp VDM - Hochleistungwerkstoff für zukunftsträchtige Brennstoffzellen- Technologie
Erstellt am 01.02.2012