Offshore-Windparks: Weniger Ausfälle dank intelligenter Elektronik Donnerstag, 09.02.2012
Wissenschaftler der Universität Bremen haben mit Projektpartnern aus der Industrie eine intelligente Steuerung entwickelt, die die Belastung von Windenergieanlagen in Offshore-Windparks durch wechselnde Windstärken erfasst.
Die intelligente Elektronik trägt dazu bei, Ausfallzeiten zu
reduzieren, die Wartung zu optimieren und die Lebensdauer
der Anlagen zu verlängern. Die Ergebnisse sind im Rahmen des
Verbundprojekts „Windenergieanlagen mit intelligenter
Leistungselektronik zur Energieeffizienz-Steigerung
(Wint-LES)“ entstanden, das vor zwei Jahren am Institut für
elektrische Antriebe, Leistungselektronik und Bauelemente
(IALB) der Universität Bremen gestartet wurde. Das
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) förderte
das Projekt mit rund 500.000 Euro.
Aus der
Messung der elektrischen Leistung, die die Windkraftanlage
abgibt, kann mit einer neuen Software auf die mechanische
Belastung in Kupplung und Getriebe geschlossen werden und
diese sehr viel besser beobachtet und begrenzt werden als
das bisher möglich war. Dadurch würden
Fehlerentwicklungen viel früher erkannt. Somit kann die
Wartung der Energieanlagen optimal geplant werden, und zwar
bevor ein Schadensfall eintritt. Ein optimiertes
Steuerungskonzept ermöglicht es darüber hinaus, die
mechanischen Bauteile beispielsweise bei Windböen lediglich
durch die Regelung der Stromproduktion zu entlasten. So kann
ein Ausfall der Anlage sogar verhindert werden. Die
Messdaten werden über das Internet an den Anlagenbetreiber
übermittelt und dort ausgewertet. In Kürze sollen die ersten
Feldversuche stattfinden, bei denen die Ergebnisse in
Windparks überprüft werden.
Erstellt am 03.01.2012