Bioconcept-Car 2012 Sonntag, 12.02.2012
Innovative und nachhaltige Biowerkstoffe für den Autorennsport der Zukunft: Bioconcept-Car geht 2012 in die nächste Runde.
Dass auch Autos mit Bauteilen aus Biokunststoffen im
Autorennsport erfolgreich abschneiden können, hat das
Bioconcept-Car in der Saison 2011 bewiesen. Der VW Scirocco
vom Rennteam Four Motors erwies sich mit Fahrer Smudo von
den „Fantastischen Vier“ bei der VLN
Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring als äußerst
vielversprechend.
Bei der Entwicklung des
Bioconcept-Cars übernimmt das an der Hochschule Hannover
ansässige Institut für Biokunststoffe und
Bioverbundwerkstoffe (IfBB) federführend das
materialtechnische Engineering. Unterstützt vom
Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und
Verbraucherschutz (BMELV) unter der Projektträgerschaft der
Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) ist das Team
um Prof. Hans-Josef Endres für die Materialentwicklung und
Werkstoffauswahl sowie die Herstellung der verschiedenen
biobasierten Bauteile, wie z.B. Motorhaube, Türen oder
Heckklappe, zuständig.
Das IfBB wird bei den
breitgefächerten Arbeiten auch von verschiedenen
Industriepartnern unterstützt. Bei ZimSpeed werden bspw. die
Faserbauteile hergestellt, die Firma Hexis ist für die
Folienentwicklung zur optischen Gestaltung des Rennwagens
mitverantwortlich und das finnische Unternehmen Neste Oil
ist für den Biokraftstoff zuständig.
Neuentwicklungen für die Rennsaison 2012
Im Bereich der Materialentwicklung und der
Werkstoffauswahl arbeitet das IfBB in enger Zusammenarbeit
mit dem Rennteam Four Motors um Teamleiter Tom von Löwis an
weiteren innovativen Neuerungen für die neue Saison 2012:
Wurden
im Bioconcept-Car bisher vornehmlich flächige Bauteile wie
beispielsweise die Motorhaube oder die Türen aus
Bioverbundwerkstoffen eingesetzt, so sollen 2012 auch
deutlich mehr und geometrisch komplexere Bauteile aus
biobasierten Kunststoffen gefertigt werden. Für die
Produktion von Lampen- oder Spiegelgehäusen etwa sollen
thermoplastische, d.h. unter Hitzeeinwirkung formbare,
Biopolymere zum Einsatz kommen. Und Naturfasern werden nicht
mehr nur mit petrochemischen, sondern auch mit biobasierten
Harzen und thermoplastischen Kunststoffen und auch
Biokunststoffen kombiniert.
Auf diese Weise
sollen verschiedene Werkstoffkonzepte weiterentwickelt und
industrielle Fertigungstechnologien im Bioconcept-Car
eingesetzt werden – damit der auch „Bio-Rocco“ genannte
Rennwagen auch 2012 eine erfolgreiche Saison fahren kann.
- Informationen zum Institut für Biokunststoffe und Bioverbundwerkstoffe (IfBB) finden Sie hier
Bild: Hochschule Hannover - Bioconcept- Car
Erstellt am 09.02.2012