Nano unter einem D-A-CH Mittwoch, 22.02.2012
Nanomaterialien können verschiedene Strukturen haben. Entweder erscheinen sie nulldimensional als sogenannte Quantenpunkte, eindimensional, etwa als Nanodrähte, oder zweidimensional als dünne Schichten. Jede der drei Formen bringt ganz besondere elektrische und optische Eigenschaften mit. Die drei Strukturformen wurden bisher separat untersucht. In einem neuen Forschungsvorhaben sollen jetzt Kombinationen der verschiedenen Formen untersucht werden.
In einem Forschungsprojekt der Universität Jena, der
Technischen Universität Wien und der Technischen Hochschule
Lausanne (Schweiz) wollen vor allem Nachwuchswissenschaftler
Quantenpunkte und Nanodrähte zusammenbringen. Die
Kooperation fördert als sogenanntes D-A-CH-Projekt die
Zusammenarbeit zwischen Universitäten in Deutschland (D),
Österreich (A) und der Schweiz (CH). Die Arbeit wird mit
einer Fördersumme von insgesamt etwa 600.000 Euro
unterstützt; sie bietet die Möglichkeit, an den drei
Universitäten in einem internationalen Umfeld praktische
Grundlagenforschung zu betreiben.
In allen drei
Forschungseinrichtungen sollen Quantenpunkte auf
unterschiedliche Art und Weise mit Halbleiter-Nanodrähten
verbunden werden. Der Jenaer Schwerpunkt liegt darin, sie in
Halbleiter-Nanodrähte aus Zinkoxid zu integrieren und
herauszufinden, ob sich daraus tatsächlich neue
Funktionalitäten ergeben. Denkbar ist eine spätere
Anwendung als Speichermedium, das optisch auslesbar ist. Da
diese Quantenpunkte leuchten, könnten so u.a. auch
neuartige Leuchtdioden entwickelt werden.
Erstellt am 14.02.2012