OLED-Beleuchtung für durchsichtiges Autodach Donnerstag, 01.03.2012
BASF, Ludwigshafen, und Philips, Eindhoven NL, haben einen praxisnahen Durchbruch in der Entwicklung der OLED-Technologie (Organic Light Emitting Diode) erreicht.
Die Technologie kann in Autodächer integriert werden. Die
OLEDs sind in ausgeschaltetem Zustand durchsichtig und
ermöglichen dadurch einen freien Blick nach draußen. Auf
Knopfdruck beleuchtet die solarbetriebene Lichtquelle das
Fahrzeuginnere.
Diese Lichtlösung bietet
damit nicht nur völlig neue Designmöglichkeiten sondern auch
neue Wege im Fahrzeugbau. So kann zum Beispiel ein
Sandwichaufbau der transparenten OLEDs mit ebenfalls
transparenten Solarzellen kombiniert werden. Die Kombination
gibt dem Fahrer ein offenes Raumgefühl, erzeugt tagsüber
Strom und liefert nachts das angenehme warme Licht der
transparenten und hocheffizienten OLEDs.
Die
Vorteile der OLED-Technologie liegen zum Einen in der hohen
Energieeffizienz. Zum Anderen eröffnen sich mit dieser
Technologie ganz neue Designmöglichkeiten: OLEDs sind 1,8
Millimeter dünne Lichtquellen, die auch transparent sein
können. Sie geben ihr Licht diffus über die gesamte Fläche
ab und sind daher angenehm für den Nutzer, da sie im
Gegensatz
zu herkömmlichen Punktlichtquellen nicht blenden und weniger
harte Schatten bilden.
BASF und Philips arbeiten
seit 2006 im Rahmen der „OLED 2015“- Initiative des
Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) eng
zusammen. BASF entwickelt organisch-chemische Materialien
wie Farbstoffe, die Philips zur Entwicklung und Herstellung
von OLEDs nutzt.
Bild: Philips - Transparente OLED – Leuchte für Autodächer