Betriebsfortführung bei Meteor bis Ende 2012 gesichert Montag, 23.04.2012
Das Insolvenzverfahren des Automobilzulieferers Meteor Gummiwerke mit bundesweit mehr als 1.900 Beschäftigten wurde Anfang April 2012 eröffnet.
Das zuständige Amtsgericht Hildesheim hat Anfang April 2012 das Insolvenzverfahren über das Vermögen des Automobilzulieferers Meteor Gummiwerke K. H. Bädje GmbH & Co. KG mit Sitz in Bockenem eröffnet. Zum Insolvenzverwalter bestellte das Gericht Rechtsanwalt Christopher Seagon, der bereits seit Mitte Januar 2012 als vorläufiger Insolvenzverwalter bei Meteor tätig war.
Nach komplexen Verhandlungen hat sich Seagon bereits im
vorläufigen Insolvenzverfahren mit wesentlichen Kunden,
Banken und Lieferanten über die Fortführung des
Geschäftsbetriebes zunächst bis Ende 2012 geeinigt. In den
kommenden Wochen und Monaten hat er nun das Ziel, einen
nachhaltigen Sanierungs- und Restrukturierungsplan zu
erarbeiten und mit den wesentlichen Beteiligten abzustimmen.
Auf dieser Grundlage soll dann der Investorenprozess
durchgeführt werden.
„Aufgrund des
gescheiterten Investorenprozesses vor dem Insolvenzantrag,
muss der bevorstehende Verkaufsprozess so gründlich wie
nötig vorbereitet werden“, sagt Insolvenzverwalter Seagon
mit Blick auf die Historie des Unternehmens. 2011 konnte ein
bereits unterzeichneter Kaufvertrag nicht erfüllt werden, da
der vermeintliche Investor den Kaufpreis nicht gezahlt
hatte. Daraufhin musste Meteor Insolvenzantrag
stellen.
Seagon bestätigte verschiedene Anfragen
potenzieller Investoren, er steht mit ihnen aber noch nicht
im direkten Kontakt. „Zunächst muss der finale
Sanierungsplan erarbeitet und abgestimmt werden, bevor wir
den Investorenprozess einleiten“, gibt er die nächsten
Schritte vor. Seagon ist zuversichtlich, für Meteor eine
gute Lösung zu finden. „Trotz Insolvenz werden wir von
Kunden auf mögliche neue Aufträge angesprochen. Das ist
schon außergewöhnlich und ein gutes Zeichen“, sagt Seagon.
„Es geht nun darum, die Effizienz bei
Meteor deutlich zu steigern, um kostengünstiger produzieren
zu können“, nennt Seagon eine der wesentlichen kommenden
Aufgaben. Das Insolvenzverfahren bietet eine gute
Möglichkeit für die notwendige operative und finanzielle
Sanierung. Die Geschäftsführung von Meteor hatte Mitte
Januar 2012 beim zuständigen Amtsgericht in Hildesheim
Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens
gestellt.
Der vom Gericht bestellte vorläufige Insolvenzverwalter
Christopher Seagon konnte den Geschäftsbetrieb seit
Antragstellung stabilisieren, so dass die störungsfreie
Weiterbelieferung der Kunden vor allem in der
Automobilindustrie gewährleistet ist. Durch die gelungene
Fortführung bleiben zudem die Vermögenswerte des
Unternehmens
stabil.
Erstellt am 17.04.2012