Industrie-Verbund für Spritzguss-Kunststoffbauteile Sonntag, 06.05.2012
Die Unternehmen BASF, Ludwigshafen, Bekaert, Belgien, und voestalpine Plastics Solutions, Niederlande, haben eine Kooperationsgemeinschaft gegründet, um zusammen mit Kunden in der Automobilindustrie spritzgegossene thermoplastische Kunststoffbauteile mit Stahlseilverstärkung zu entwickeln.
Im Gegensatz zu den bekannten Formen der Bauteilverstärkung mit endlosfaser-verstärkten thermoplastischen Laminaten (Organoblechen) oder anderen Carbon- oder Glasfasergeweben sorgt der Stahlseileinleger den Angaben zufolge vor allem für den Erhalt der Bauteilfunktion beim Crash. Damit eröffne sich eine ganz neue Leistungsklasse.
Bekaert bringt dabei die Expertise für die Herstellung der
Stahlseilgewebe in die Kooperation ein, während voestalpine
Plastics Solutions für die Verarbeitungstechnologie und die
Bauteilfertigung verantwortlich ist. Die BASF entwickelt
einerseits ihre crash-optimierten kurz- oder
langfaser-verstärkten Polyamidspezialitäten für die
Kombination mit Stahlseil-Einlegern
weiter.
Die Stahlseilverstärkung
sorgt den Angaben nach dafür, dass ein Kunststoffbauteil
seine strukturelle Integrität behält. Das Material soll
daher für Bereiche prädestiniert sein, die zur
Energieabsorption und zur harmonischen Verteilung von
Crashenergie dienen, wie z.B. bei
Stoßfängerquerträgern oder Frontends sowie Komponenten im
Rohbau sein.
Bild: BASF - Verstärkung mit Stahlseilgeweben sorgt auch bei hohen Aufprallenergien für den Zusammenhalt eines Bauteils im Crash-Fall.
Erstellt am 04.05.2012