Kunststoffrecycling in Spanien Montag, 25.06.2012
Über alle Wirtschaftsbereiche hinweg fallen in Spanien rund 2,21 Mio. Tonnen Kunststoffabfälle an, während 2,84 Mio. Tonnen in Verkehr gebracht werden. Zwischen 1996 und 2010 ist die Recyclingquote von 7 auf 29,2 Prozent gestiegen und liegt damit knapp über der EU-Vorgabe von 22,5 Prozent.
Für Spanien bedeutet das Platz neun im europäischen
Vergleich. Die Hauptmärkte für Recyclingkunststoffe sind
Rohre (26 %), Mülltüten (11%), Folien und Tüten (23%),
Flaschen und Behälter (5%), Industrieteile (15%) sowie
Möbel, Schuhe, Kleiderbügel (20%). Immer noch werden aber 60
Prozent der Kunststoffabfälle deponiert.
Wie in
Deutschland wird das Verpackungsrecycling in Spanien von den
Herstellern finanziert. Zuständig für die Lizensierung mit
dem spanischen Grünen Punkt ist das Non-Profit-Unternehmen
Ecoembes. Dieses hat ein System für die Getrenntsammlung und
das Recycling von Verpackungen aus Papier, Metall und
Kunststoffen aufgebaut, dem über 12.100 Unternehmen
angeschlossen sind, darunter Verpackungshersteller, Händler,
Rohstoffhersteller und Recyclingunternehmen. Über dieses
System fallen pro Jahr rund 706.500 Tonnen Kunststoffabfälle
aus Haushalten an. Heute sind rund 98 Prozent der Spanier an
eine Getrenntsammlung über die gelbe Tonne angeschlossen.
Quelle:
Presseerklärung des Bundesverband für Sekundärrohstoffe
und Entsorgung e.V. vom 15.06.2012
Erstellt am 25.06.2012