Polyamid für Ladeluft- und Ölsaug-Modul von Nutzfahrzeugen Mittwoch, 04.07.2012
Das Ladeluftrohr aus dem wärmestabilisierten Polyamid 66 Ultramid® A3W2G6 der BASF, Ludwigshafen, und das multifunktionelle Ölsaugmodul in den LKW-Motoren DD13® und DD15® mit 13 bzw. 15 Litern Hubraum werden von ElringKlinger für Detroit Diesel gefertigt, dem US-amerikanischen Motorenhersteller im Daimlerkonzern.
In beiden Fällen konnten um 50 % leichtere
Kunststoffbauteile die Vorgänger aus Aluminium ersetzen. Die
Integration weiterer Funktionen wie Öldruckleitung und
Rückschlagventil erlaubt weitere Gewichts- und
Kostenvorteile.
Das Ladeluftrohr muss 3000
Stunden lang bei 140 °C Druckschwankungen zwischen 0,4 und
3,5 bar ertragen. Hier handelt es sich um spezielle
Anforderungen aus dem Nutzfahrzeugbereich. Sie ergeben sich
aus der Mischung von turboaufgeladener Frischluft mit dem
bis zu 230°C heißen rückgeführten Abgas (AGR:
Abgasrückführung). Am AGR-Einleitungspunkt und bei hoher
Belastung, wie dem Überwinden steiler Bergpässe, können
Temperaturspitzen bis zu 200°C entstehen.
Das
Ölsaugmodul des DD13/DD15 umfasst neben dem
Ölsaugstutzen und der Öldruckleitung ein integriertes
Rückschlagventil. Im Bauteiltest muss es Druckpulsationen
über 10 Millionen Lastwechsel zwischen 5 und 13 bar Öldruck
bei 120°C an gealtertem Material aushalten. In einer
Dauererprobung des Rückschlagventils sind 500.000
Schaltzyklen in Anwesenheit einer scharfen Ölmischung zu
überstehen, die nicht nur gealtertes Motoröl sondern auch
Kraftstoffanteile enthält.
Bild: BASF - Ladeluft- und Ölsaug-Modul aus Ultramid Polyamid für den LKW-Bau