Chemie trotzt Gegenwind Sonntag, 29.07.2012
Produktion minus 4 Prozent, Umsatz minus 0,5 Prozent. Beschäftigtigung und Investitionen legen deutlich zu, Inlandsmarkt stützt Chemiegeschäft. Die Auswirkungen der Schulden- und Bankenkrise in der EU und die Rezession in Südeuropa verspürt nun auch die chemische Industrie in Deutschland.
In der ersten Hälfte 2012 blieb die Chemieproduktion rund 4
Prozent unter dem Vorjahresniveau, wie der Verband der
Chemischen Industrie (VCI) am 12.07.2012 in Frankfurt
berichtete. „Unsere Branche hat sich in einem schwierigen
wirtschaftlichen Umfeld alles in allem gut behauptet“, sagte
VCI-Präsident Dr. Klaus Engel. „Die deutsche Chemie verfügt
über eine qualitativ hochwertige und innovative
Produktpalette, ist wettbewerbsfähig und krisenerprobt.
Daher kann sie auch unter solchen Bedingungen auf ihre
Stärken vertrauen.“
Zwar hat der Optimismus, der
Anfang des Jahres in Deutschlands drittgrößter Branche
vorherrschte, mittlerweile abgenommen: Das Europageschäft
bereitet den Unternehmen zunehmend Sorge. Aber der VCI geht
davon aus, dass die Produktion 2012 im weiteren Verlauf das
hohe Niveau des Vorjahres noch erreichen wird. Für den
Branchenumsatz erwartet der VCI einen Zuwachs von 2 Prozent.
Engel zur zweiten Jahreshälfte: „Unsere Hoffnungen liegen
einerseits auf dem Inlandsgeschäft. Die deutsche Industrie,
der mit Abstand wichtigste Kunde unserer Unternehmen, wird
auch in diesem Jahr die Produktion ausweiten. Andererseits
wächst die Nachfrage auf den Auslandsmärkten in Übersee.“
Erstellt am 29.07.2012