Dreidimensionale Leuchtdioden Donnerstag, 02.08.2012
Das Institut für Halbleitertechnik der Technischen Universität Braunschweig entwickelt in dem von der Europäischen Union geförderten Forschungsprojekt „GECCO“ eine neue, zukunftsweisende Generation weißer Leuchtdioden.
Das internationale Team des GECCO-Verbundprojekts mit
Partnern aus Madrid, Bristol, Lodz, der OSRAM AG München und
der OSRAM OS GmbH Regensburg hat sich ehrgeizige Ziele
gesetzt. Der neuartige dreidimensionale Aufbau der Dioden
soll im Vergleich zu bisher verwendeten planaren (nahezu
zweidimensionalen) Leuchtdioden eine mehr als zehnfache
Menge an Lichtleistung ermöglichen. Die Fördersumme beträgt
insgesamt 3,8 Millionen Euro über drei Jahre, der Anteil für
die TU Braunschweig beläuft sich auf 1,2 Millionen Euro. Die
TU Braunbschweig
koordiniert das Projekt.
Bisher werden LEDs
planar aufgebaut, das heißt, schichtweise und ganz flach. Je
mehr Licht man benötigt, desto größere Flächen müssen
produziert werden. Ziel von GECCO ist, die LEDs
dreidimensional aufzubauen, so dass jede LED aus einem
leuchtenden „Turm“ besteht, dessen gesamte senkrechte
Oberfläche Licht emittiert. Dabei ist die Oberfläche des
Turms viel größer als die Grundfläche einer planaren LED.
Genau dieser Flächengewinn führt zu einer höheren
Lichtabstrahlung.
Die Abmessungen der leuchtenden
Türme liegen im Mikrometer-Bereich. Damit passen dann etwa
eine Million LEDs auf eine Fläche von einem
Quadratmillimeter. Dies erfordert höchste Präzision, die nur
mit Produktionstechniken der Nanotechnologie erreicht werden
kann.
Bild: IHT TU Braunschweig - Raster-Elektronen-Mikroskop-Bild
von 3D-GaN-Säulen mit einem Verhältnis Höhe zu Breite von 10
als Gerüst für 3D-LEDs
Erstellt am 01.08.2012