Biokunststoff PLA auf Wachstumskurs Donnerstag, 13.09.2012
Das nova-Institut, Hürth, veröffentlicht erste Zwischenergebnisse aus einer Multi-Client-Marktstudie zum weltweiten Biokunststoff-Markt. Schon heute haben 25 Unternehmen an weltweit 30 Standorten Produktionskapazitäten von über 180.000 t Polymilchsäure (Polylactic Acid PLA) aufgebaut.
Zum Einsatz kommt PLA vor allem im Verpackungsbereich,
zunehmend aber auch in einer Vielzahl dauerhafter
Anwendungen. Wichtigster Produzent ist das in den USA und
Thailand tätige Unternehmen NatureWorks mit einer Kapazität
von 140.000 t/Jahr. Die anderen Produzenten haben aktuell
Kapazitäten zwischen 1.500 und 10.000 t/Jahr.
Eigenen
Prognosen zufolge planen die heutigen PLA-Produzenten einen
erheblichen Ausbau ihrer Kapazitäten auf etwa 800.000 t/Jahr
bis zum Jahr 2020. Bis dahin soll es mindestens sieben
Standorte mit Kapazitäten von über 50.000 t/Jahr geben. Eine
Befragung der Produzenten von Lactic Acid (LA), der Vorstufe
von PLA, zeigte, dass die Kapazität bei Realisierung
konkreter, aber noch nicht namentlich nennbarer
Kundenanfragen sogar auf ca. 950.000 t/Jahr bis 2020 wachsen
könnte.
Die Ergebnisse stammen von der weltweiten
Marktstudie zu Biokunststoffen, die das nova-Institut
zusammen mit Kunststoffexperten durchführt. Die "Market
Study on Bio-based Polymers and Plastics in the World"
wird im Januar 2013 publiziert und umfasst neben einem ca.
300-seitigen Report den Zugang zu der neu aufgebauten
"Bioplastics Producer Database". Das Besondere an
der Marktstudie ist ihre Methodik, die sämtliche Produzenten
von mehr als 30 unterschiedlichen Biokunststoffen in der
Welt systematisch identifiziert und befragt. Neben den
Marktdaten wird der Report Trendanalysen von renommierten
Experten enthalten. Ab Januar werden Report und
Datenbankzugang für 6.500 € (netto) beim nova-Institut
erhältlich sein.
Bild: Nova-Institut - Anstieg der Produktions-Kapazitäten für Poly-Milchsäure (PLA)
Erstellt am 06.09.2012