Nachhaltig in Form Sonntag, 04.08.2013
Spart Ressourcen und Zeit: Surfvis™ 3D von Benecke-Kaliko simuliert die Verarbeitung von Oberflächen fotorealistisch am Computer.
Wer in ein neues Auto steigt, nimmt als Erstes die Ausstattung des Innenraums wahr: Design und Farbgebung von Armaturen, Sitzen und Türverkleidungen werden zuerst in Augenschein genommen. Weil dieser erste Eindruck zählt, nehmen die Hersteller die Ansprüche ihrer Kunden und somit die Gestaltung des Innenraums ihrer Fahrzeuge dementsprechend ernst: Vollendetes Design und angenehme Haptik spielen eine wichtige Rolle für die Kaufentscheidung. Darum ist die Darstellung der oft komplexen Formen und Dekoroberflächen besonders wichtig. Für diese Bauteile hat Benecke-Kaliko die erweiterte Simulationstechnologie und Servicelösung Surfvis™ 3D entwickelt.
Mittels dreidimensionaler Darstellung hilft die Simulation, in hohem Maße Zeit und Geld bei der Entwicklung zu sparen. Surfvis™ 3D simuliert jeweils die Herstellung von Innenraumoberflächen für Bauteile wie Instrumententafeln und Türverkleidungen bis ins kleinste Detail – neuerdings sogar unter Berücksichtigung der jeweiligen Oberflächennarbstruktur. Denn jedes Design ist individuell und verträgt den Verarbeitungsprozess besser oder schlechter als andere. Damit steht Surfvis™ 3D nun für eine präzise fotorealistische Abbildung des Designs im Produktionsprozess ohne zusätzliche Kosten für Produktionsmittel, Material und Nacharbeiten.
Die Bauteile werden im Tiefziehverfahren mit
millimeterdünnen Folien versehen: Die Folien werden dafür
erwärmt, vorgeblasen und dann per Vakuum über eine Form
gezogen. Die Folie schmiegt sich so passgenau an jedes
Detail der Kontur. Dieses Verfahren führt zu
Dekoroberflächen mit zum Teil weniger als einem Millimeter
Stärke. Diese sind leicht und dabei trotzdem stabil. Ihr
geringes Gewicht unterstützt die Automobilhersteller bei
ihren Bestrebungen, die Fahrzeuge immer leichter und damit
umweltfreundlicher zu gestalten.
Ressourcen schonen und Zeit sparen
Eine Besonderheit von Surfvis™ 3D ist, dass es eine
genaue und realistische Darstellung des Narbbildes von
tiefgezogenen Bauteilen zeichnet. Dafür analysiert das
Programm konsequent die enorm komplexe Kombinationen von
Faktoren, die Einfluss auf das Narbbild haben – von den
Rohstoffen über den Folienaufbau und den Produktionsprozess
bis hin zur jeweiligen Methode des Vakuumformens und zu den
dabei herrschenden Betriebsbedingungen. „Surfvis™ 3D bietet
viel mehr als nur eine einfache Simulation und ist deshalb
ziemlich kompliziert, aber es spart unseren Kunden viel
Entwicklungszeit und damit Kosten“, erklärt Dr. Jürgen
Bühring, Entwicklungsleiter bei Benecke-Kaliko, dem ersten
Automobilinnenraumfolienhersteller weltweit, der diese Art
der nachhaltigen Service anbietet.
Erfahrung und Kompetenz in Folien
Grundlage von
Surfvis™ 3D ist die Erfahrung der Ingenieure von
Benecke-Kaliko, die jahrzehntelang Folienkonstruktionen aus
verschiedenen Materialien untersucht haben; jede mit
maßgeschneiderten und genau festgelegten Eigenschaften.
Dadurch konnte die komplette Produktentwicklung effizienter
gestaltet werden. „Surfvis™ 3D sollte möglichst früh in der
Planungsphase für neue Fahrzeuginnenraumkomponenten
eingesetzt werden", empfiehlt Bühring. „Dann können wir
unseren Kunden wertvolle Hinweise zur Verwirklichung des
Designkonzepts in Bezug auf Aussehen, Narbverzerrung und
Materialstärke geben sowie Empfehlungen für geometrische
Verbesserungen. So helfen Surfvis™ 3D und die Materialien
von Benecke-Kaliko den Kunden, umweltfreundliche und optimal
harmonisierte Fahrzeuginnenräume effizient zu entwickeln und
zu produzieren."
Bild: ContiTech- Surfvis™ 3D simuliert jeweils die
Herstellung eines gesamten Bauteils.
Erstellt am 4.8.2013