Prototypen- Fertigung aus Polypropylen Sonntag, 04.08.2013
Die Firma 1zu1 Prototypen GmbH fertigt auf insgesamt sieben Sinteranlagen Prototypteile, die „1 zu 1 am Original“ sind. Dazu gehören nicht nur Abmessungen, sondern beispielsweise auch Festigkeit, Oberflächen-Beschaffenheit und Farbe. Zusätzlich zu Polyamid, Polyamid mit Glasverstärkung und Gummi bietet das Vorarlberger Unternehmen ab sofort auch Polypropylen als Werkstoff für das Lasersintern an.
Die Firma
1zu1 Prototypen GmbH
fertigt selbst filigrane Bauteile aus Polypropylen und
erreicht dabei dieselbe hohe Genauigkeit wie bei den
bisherigen Werkstoffen. Durch die Verwendung des
Original-Werkstoffs werden die Abweichungen zur späteren
Serienfertigung immer kleiner. Die Schichtdicke beim Prozess
des Lasersinterns beträgt lediglich 0,1 Millimeter. Damit
lassen sich auf den Anlagen selbst Gewinde von Schrauben
oder feine Filmscharniere mit 0,2 Millimeter Dicke aus
Polypropylen fertigen. Wanddicken sind ab 0,45 Millimeter
möglich, Stifte und Bohrungen ab 1 Millimeter Durchmesser.
Auch die Beschaffenheit der sandrauen Oberfläche ist nahe am
Original-Spritzgussteil.
Der 3D-Druck ermöglicht zudem die Fertigung von sehr
komplexen Bauteilen in einem Arbeitsgang. So können
3D-Drucker beispielsweise ein voll funktionsfähiges
Scharnier herstellen, das üblicherweise aus mindestens drei
Teilen zusammengesetzt werden muss
1zu1 Prototypen rechnet damit, dass es mittelfristig rund
ein Viertel der bisher in Polyamid gefertigten Teile aus
Polypropylen herstellen wird. Schließlich gehört
Polypropylen zu den am häufigsten verwendeten Kunststoffen
der Welt. Es ist gegen die meisten organischen
Lösungsmittel, Fette und Laugen beständig. Verwendet wird es
in vielen Industriezweigen – von der Autoindustrie bis hin
zur Medizintechnik.
Bild: Sägenvier - PP-Sinter-Muster zum Testen. Technologie zum Angreifen.
Erstellt am 4.8.2013