Gewichtseinsparung im Pkw Montag, 03.02.2014
Rund 42 Kilogramm Gewichtseinsparungen beim Pkw sind Ziel zahlreicher Arbeiten, bei denen Metall durch Kunststoff ersetzt wird.
Dass dieses Ziel auch durch Leichtbau mit Metallen
erreichbar ist, zeigt eine Studie „Leichtbaupotenziale
massivumgeformter Komponenten im Pkw“, die von der
Forschungsgesellschaft Kraftfahrwesen mbH Aachen (fka)
durchgeführt wird.
Für diese Studie haben die Wissenschaftler im Auftrag der
Initiative Massiver Leichtbau ein modernes
Mittelklassefahrzeug eines deutschen Herstellers demontiert
und jedes der rund 3500 Bauteile in Antriebsstrang, Fahrwerk
und weiteren ausgewählten Fahrzeugbereichen auf mögliche
Gewichtseinsparpotentiale durch innovative Komponenten aus
Stahl bewertet. In Workshops mit Experten der
Stahlherstellung und Massivumformung wurden
Gewichtseinsparpotenziale unter integraler Berücksichtigung
von Alternativen in Werkstoffwahl, Fertigungstechnik und
Bauteildesign erarbeitet. Das Ergebnis: 42 Kilogramm pro Pkw
können durchaus eingespart werden.
In der Initiative Massiver Leichtbau haben sich Anfang 2013 15 Firmen der Massivumformung und 9 Stahlhersteller unter dem Dach des Industrieverbands Massivumformung e. V., Hagen, und des Stahlinstituts VDEh zusammengeschlossen. Zurzeit werden die bislang entwickelten 400 Ideen für leichtere Lösungen auf ihre Umsetzbarkeit geprüft. Dabei kommen werkstoffliche Vorschläge ebenso auf den Prüfstand wie konstruktive oder konzeptionelle. Aus Sicht der Massivumformung sind vor allem Bauteile aus Antriebstrang (Einspritzung, Motor, Getriebe, Verteilergetriebe, Antriebswellen) und Fahrwerk für Leichtbauideen geeignet.
Um Leichtbauideen zu nutzen, ist es nach Ansicht der Initiative allerdings notwendig, werkstoff- und umformtechnische Potentiale in die frühen Phasen einer System- und Bauteilentwicklung mit einzubeziehen.
Bild: Industrieverband Massivumformung - Die Initiative Massiver Leichtbau bewertet jedes der rund 3.500 Bauteile in Antriebsstrang, Fahrwerk und weiteren Komponenten, um das Potenzial an Gewichtseinsparung in Fahrzeugen zu ermitteln.
Erstellt am 1.2.2014