TDI-Produktion bleibt Dienstag, 18.03.2014
Bayer MaterialScience nutzt die aktuell gute Marktlage für TDI (Toluylen-Diisocyanat) und lässt die Produktion in Brunsbüttel vorläufig am Netz.
Die geplante Umstellung der TDI-Produktion auf MDI (Diphenylmethan-Diisocyanat) soll in Abhängigkeit von der Marktentwicklung zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen.
Der strategisch langfristig ausgelegte Plan für die
Isocyanat-Produktion in Europa sah vor, die TDI-Kapazität in
Brunsbüttel Ende 2014 aus dem Markt zu nehmen. Die aktuelle
positive Marktlage erfordert allerdings ein Umdenken. Dr.
Joachim Wolff, im Executive Committee von Bayer
MaterialScience verantwortlich für den Geschäftsbereich
Polyurethane: „Wir nutzen unsere Flexibilität, unser
weltweites TDI-Geschäft aus Brunsbüttel heraus vorläufig
noch weiter zu unterstützen.“
Der Zeitpunkt der
Umrüstung der bestehenden TDI-Anlage auf MDI ist abhängig
von der Marktentwicklung, die Bayer MaterialScience genau
beobachten und bewerten wird. Polyurethan-Hartschaum auf
Basis von MDI wird beispielsweise für die effiziente
Wärmedämmung von Gebäuden und der gesamten Kühlkette
eingesetzt. Die dabei erzielten Energieeinsparungen führen
zu einer deutlichen Senkung von CO2-Emissionen. Ferner
sorgen Anwendungen im modernen Fahrzeugbau für mehr
Sicherheit.
TDI hingegen ist ein wichtiges Vorprodukt
für die Herstellung von Polyurethan-Weichschäumen. Diese
werden zum Beispiel für Polstermöbel und Matratzen sowie
Autositze und weitere Komponenten im Automobil eingesetzt.
Künftiges TDI-Produktionszentrum von Bayer MaterialScience
für Europa ist der Standort Dormagen. Dort entsteht eine
neue, hochmoderne TDI-Großanlage, die Ende 2014 in Betrieb
gehen soll.
Über Bayer MaterialScience:
Mit einem Umsatz von 11,2 Milliarden Euro im Jahr
2013 gehört Bayer MaterialScience zu den weltweit größten
Polymer-Unternehmen. Geschäftsschwerpunkte sind die
Herstellung von Hightech-Polymerwerkstoffen und die
Entwicklung innovativer Lösungen für Produkte, die in vielen
Bereichen des täglichen Lebens Verwendung finden. Die
wichtigsten Abnehmerbranchen sind die Automobilindustrie,
die Elektro-/Elektronik-Branche sowie die Bau-, Sport- und
Freizeitartikelindustrie. Bayer MaterialScience produziert
an 30 Standorten rund um den Globus und beschäftigte Ende
2013 rund 14.300 Mitarbeiter. Bayer MaterialScience ist ein
Unternehmen des Bayer-Konzerns.
Bild: Bayer MaterialScience - Chemische Industrie in der Dämmerung: Die TDI-Anlage in Brunsbüttel.
Erstellt am 18.3.2014