Marktstudie Polyvinylchlorid Dienstag, 05.08.2014
Das Marktforschungsinstitut Ceresana hat eine neue Marktstudie über Polyvinylchlorid (PVC) erstellt.
PVC ist eines der Hauptprodukte der chemischen Industrie und
zählt neben Polypropylen und Polyethylen zu den am meisten
produzierten Kunststoffen. Weltweit wurden im Jahr 2013 rund
39,3 Mio. Tonnen PVC verbraucht.
Ceresana
erwartet bis zum Jahr 2021 einen jährlichen
Verbrauchsanstieg von durchschnittlich 3,2%.
Asien-Pazifik ist mit einem Verbrauchsanteil von annähernd
56% der mit Abstand wichtigste Absatzmarkt und wird auch das
stärkste Wachstum aufweisen. Die Märkte in Nordamerika und
Westeuropa sind jedoch nach starken Einbrüchen in den
letzten Jahren mittlerweile ebenfalls wieder auf einen
Wachstumspfad zurückgekehrt.
Die US-amerikanischen PVC-Produzenten konnten die schwache Inlandsnachfrage der letzten Jahre durch einen starken Exportanstieg ausgleichen, da in den USA die Rohstoffkosten für PVC aufgrund des Schiefergas-Booms stark gefallen sind. In Europa führte die schwache Nachfrage der letzten Jahre zu einer hohen Marktdynamik: Kleinere und mittlere Hersteller wurden aufgekauft oder verschwanden vom Markt. Einzelne Länder, etwa Italien, stiegen dadurch komplett aus der PVC Produktion aus. Während einige Großunternehmen ihre PVC-Sparten abstießen, vereinen Solvay und INEOS ihre Geschäftsbereiche: Das Joint-Venture Inovyn wird voraussichtlich zum Jahresende 2014 den Betrieb aufnehmen.
Die Bauindustrie ist der bei weitem wichtigste Absatzmarkt für PVC-Produkte. Zu den wichtigsten PVC-Produkten zählen Rohre und Rohrleitungen, mit größerem Abstand vor Kunststoffprofilen sowie Folien und Platten. Weitere nennenswerte Anteile an der weltweiten PVC-Nachfrage haben Kabel und Kabelummantelungen sowie Bodenbeläge. Zu den sonstigen industriellen Anwendungen zählen z.B. Beschichtungen in der Automobilindustrie, medizinische Produkte wie Infusionsbeutel sowie Schuhe.
Bild: Ceresana
Erstellt am 5.8.2014