Organische Elektronik Dienstag, 16.09.2014
Nach zwei Jahren intensiver Zusammenarbeit mit neun weiteren Verbundpartnern hat Merck das Verbundprojekt „Polytos2" zur Grundlagenforschung für die zukünftige Entwicklung innovativer Anwendungen im Bereich organischer Elektronik erfolgreich abgeschlossen.
Merck
entwickelte in diesem, vom Bundesministerium für Bildung und
Forschung (BMBF) mit insgesamt 4,8 Millionen Euro
geförderten Projekt, neue halbleitende Polymere mit hoher
Ladungsträgermobilität sowie weitere organische Materialien,
die zur Herstellung gedruckter Transistoren und Schaltungen
dienen und in der organischen Elektronik Anwendung finden
sollen. In speziellen, auf die Eigenschaften solcher
Materialien hin entwickelten Druckmaschinen können daraus
elektronische Bauteile einfach und kostengünstig auf
Kunststofffolie gedruckt werden. Da diese innovativen
Bauteile Eigenschaften aufweisen, die von denjenigen
konventioneller, auf Silizumtechnologie basierender Bauteile
völlig verschieden sind, werden komplett neue Anwendungen
möglich.
Als Anwendungsbeispiel dienten dabei Sensoretiketten,
sogenannte „Smart Labels“, die, mit einem Temperatursensor
ausgestattet, zur Lebensmittelüberwachung eingesetzt werden
sollen. Auch spezielle, auf die organische Elektronik
abgestimmte Lesegeräte wurden entwickelt, ebenso wie
Softwarelösungen, die es ermöglichen, logistische und
produktbezogene Daten zu lesen und effizient aufzubereiten.
Damit ist die Grundlage für die zukünftige Entwicklung
innovativer Anwendungen organischer Elektronik am
InnovationLab Heidelberg geschaffen.
Neben Merck waren am Projekt die folgenden Firmen und
Institute beteiligt: BASF SE, Heidelberger Druckmaschinen
AG, Hochschule Mannheim, Pepperl + Fuchs GmbH, PolyIC GmbH
&Co. KG, Robert Bosch GmbH, SAP AG, TU Darmstadt,
Universität Heidelberg, Universität Mannheim. Assoziierte
Partner waren die Innovation Lab GmbH und die VARTA
Microbattery GmbH.
Ein Schwerpunkt des Projekts lag auf dem Aufbau einer sogenannten „Foundry“ am InnovationLab in Heidelberg. Dabei handelt es sich um ein Baukastensystem, das aus Standardschaltungselementen besteht und es ermöglicht, schnell und effizient maßgeschneiderte Lösungen für spezifische Produktanforderungen zu finden.
Bild: Merck
Erstellt am 16.9.2014