Wirtschaftliche Lage Chemie Montag, 29.09.2014
Im zweiten Quartal 2014 sank die deutsche Chemieproduktion um 2,3 Prozent, der Umsatz um 1,2 Prozent. Gründe waren eine rückläufige Chemienachfrage im Inland und die zögerliche Erholung der europäischen Wirtschaft im Ausland.
Der VCI rechnet für das zweite Halbjahr wieder mit einer leichten Belebung der Nachfrage, wenn sich die geopolitische Lage nicht weiter zuspitzt. Für das Gesamtjahr prognostiziert der Verband nur noch ein Produktionsplus von 1,5 Prozent und ein Umsatzwachstum von 1 Prozent.
Die deutsche Wirtschaft hat im zweiten Quartal 2014 an
Schwung verloren, was sich im Geschäft der
chemisch-pharmazeutischen Industrie bemerkbar machte. Das
geht aus dem aktuellen Quartalsbericht hervor, den der
Verband der Chemischen Industrie (VCI) veröffentlicht
hat.
Im Vergleich zum Vorquartal gingen Produktion und Umsatz in
Deutschlands drittgrößter Branche von April bis Juni zurück.
Die Chemikalienpreise blieben stabil. Insbesondere das
Inlandsgeschäft der Chemie fiel schwächer aus, weil viele
industrielle Kunden ihre Produktion drosselten. Sie
reagierten damit auf geopolitische Risiken und bestellten
weniger Chemikalien. Die Umsätze der Branche im Ausland
gingen wegen der zögerlichen Erholung der europäischen
Wirtschaft ein weiteres Mal leicht zurück.
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Prognose
Wegen der jüngsten Konjunktureintrübung
rechnet der VCI für 2014 nur noch mit einem Anstieg der
Chemieproduktion um 1,5 Prozent. Während die Preise um 1
Prozent sinken, wird der Branchenumsatz voraussichtlich um 1
Prozent auf 192,5 Milliarden Euro steigen.
Produktion
Die Chemieproduktion sank im zweiten
Quartal 2014 um 2,3 Prozent im Vergleich zum Vorquartal.
Besonders deutliche Rückgänge musste das Geschäft mit
chemischen Grundstoffen verkraften. Die Produktion insgesamt
lag im zweiten Quartal immer noch 0,3 Prozent höher als im
Vorjahr. Die Kapazitäten waren mit 84,4 Prozent weiterhin
gut ausgelastet.
Erzeugerpreise
Die Preise für Chemikalien
blieben von April bis Juni gegenüber dem Vorquartal
konstant. Im Vergleich zum zweiten Quartal des vergangenen
Jahres waren chemische Erzeugnisse aber immer noch 1,7
Prozent günstiger.
Umsatz
Das Umsatzniveau des ersten Quartals
konnte die Chemieindustrie aufgrund der sinkenden Nachfrage
nicht halten. Die Branchenerlöse gingen von April bis Juni
saisonbereinigt um 1,2 Prozent auf 45,8 Milliarden Euro
zurück. Die Verkäufe im Inland sanken um 2,8 Prozent auf
17,8 Milliarden Euro.
Beschäftigung
Die Zahl der Arbeitsplätze in der
chemischen Industrie stieg im zweiten Quartal gegenüber
Vorjahr um 1 Prozent. Die Branche beschäftigt damit derzeit
442.000 Mitarbeiter. VCI-
Bild: VCI
Erstellt am 29.9.2014