Großflächige Graphen-Folie Donnerstag, 09.10.2014
An der Universität Duisburg-Essen (UDE) wurde mit Mitteln des Landes NRW eine Anlage zur großflächigen Herstellung von Graphen-Folien aufgebaut.
Mit Verfahren der chemischen Gasphasenabscheidung können die Nanowissenschaftler der UDE nun bis zu 80 Quadratzentimeter große Graphenflächen herstellen – für ihre eigene Arbeit, aber auch für andere Forschungseinrichtungen sowie Unternehmen aus NRW.
Graphen könnte die Technikwelt revolutionieren. Es hat
nämlich wunderbare Eigenschaften: extrem leitfähig, stabil
und doch flexibel, transparent, leicht und eine Million Mal
dünner als ein Blatt Papier. Ein Quadratmeter Graphen wiegt
weniger als ein Milligramm – und könnte doch eine Katze
tragen. Bislang ist der zweidimensionale Werkstoff, der aus
einer einzigen Atomlage besteht, in ausreichender Qualität
noch schwer zu bekommen und zu teuer. Denn die großflächige
Herstellung ist sehr aufwändig.
Der Werkstoff eröffnet viele neue Möglichkeiten – zum
Beispiel bei der Energiespeicherung oder der Verpackung von
Lebensmitteln. Das Material kommt für viele Branchen in
Betracht: den Fahrzeugbau oder die Kommunikationstechnik
bzw. die Elektronik. Eine neue Generation von Displays,
Prozessoren oder Solarzellen könnte entstehen, wenn sich
Graphen industriell produzieren ließe.
Am
UDE
werden die mikro- und optoelektronischen Möglichkeiten von
Graphen ausgelotet die fehlerfreie und großflächige
Herstellung von Folien weiter optimiert.
Erstellt am 30.9.2014