Spatenstich für Open Hybrid Lab Factory Dienstag, 30.12.2014
Ein Kompetenz- und Forschungszentrum für wirtschaftlichen Leichtbau entsteht in Wolfsburg.
Für die Entwicklung und Fertigung hybrider
Leichtbaukomponenten entsteht ab Dezember 2014 in Wolfsburg
mit der Open Hybrid LabFactory ein Kompetenz- und
Forschungszentrum. In dem in öffentlich-privater
Partnerschaft geplanten Zentrum kooperieren industrielle und
wissenschaftliche Partner künftig unter einem Dach.
Betreiber der Forschungsfabrik sind der Open Hybrid
LabFactory e.V. und die TU Braunschweig mit ihrem
Niedersächsischen Forschungszentrum für Fahrzeugtechnik
(NFF). Den Auftakt für das Bauvorhaben markierten Vertreter
beider Partner, der Volkswagen AG, der Stadt Wolfsburg und
der Bauherrin Wolfsburg AG heute mit dem ersten Spatenstich.
Die Fertigstellung ist für Mitte 2016 geplant. Mit der
Bauausführung ist die Volkswagen Immobilien GmbH als
Projektentwickler und späterer Generalübernehmer beauftragt.
Die Wolfsburg AG investiert rund 30 Millionen Euro in die
Baufertigstellung. Förderer sind das Bundesministerium für
Bildung und Forschung, das Land Niedersachsen, die Stadt
Wolfsburg sowie Industriepartner, die insgesamt über 100
Millionen Euro für die Ausstattung und Forschungsprojekte
bereitstellen.
„Der Leichtbau ist eine der
wichtigsten Zukunftstechnologien in der Automobilindustrie.
Dabei geht es um den Kompetenzaufbau beim Einsatz
innovativer Werkstoffe, um die Betrachtung des gesamten
Lebenszyklus dieser Produkte, und um intelligente
Fertigungstechniken dafür“, erläuterte Prof. Dr. Werner
Neubauer, Markenvorstand Volkswagen für den Geschäftsbereich
Komponente und Vorsitzender des Beirates Open Hybrid
LabFactory e.V. Dieser umfassende Ansatz ist Grundlage für
die Forschungsprojekte in der Open Hybrid LabFactory. Sie
berücksichtigen die komplette Wertschöpfungskette von der
Kohlenstofffaser über den hybriden Fertigungsprozess zur
Herstellung funktionaler Leichtbau-Komponenten
einschließlich der konzeptionellen Kompetenzen für die
Bauteilauslegung bis hin zum Recycling.
„Dafür
stehen künftig im Forschungszentrum auf rund 5.200
Quadratmetern Nutzfläche Büros, ein Dutzend Labore und ein
Technikum zur Verfügung. Das Technikum beherbergt alle
Anlagen, die für die Herstellung von Leichtbauhybriden
notwendig sind. Alle Partner bringen ihre Kompetenz in die
gemeinsam genutzte Forschungsfabrik ein, um eine
übergreifende Forschung zu ermöglichen und bisher nicht
zugängliche Potentiale in der Materialentwicklung und im
wirtschaftlichen Leichtbau zu heben“, sagte Prof. Dr. Jürgen
Hesselbach, Präsident der TU Braunschweig. Rund 200
Mitarbeiter der Partner und 150 Studenten sollen in der Open
Hybrid LabFactory tätig sein.
Der viergeschossige
Bau entsteht in Wolfsburg an der Hermann-Münch-Straße auf
einem knapp10.000 Quadratmeter großen Grundstück in
unmittelbarer Nachbarschaft zum MobileLifeCampus der
Volkswagen AG. 120 Fahrzeugstellplätze werden auf dem
Gelände des MobileLifeCampus neu errichtet. Eine Brücke
schafft die räumliche Verbindung beider Gebäude. Noch im
Dezember 2014 beginnen die Erdarbeiten. Der Rohbau soll Ende
2015 fertiggestellt sein.
„Mit der Open Hybrid
LabFactory entsteht in Wolfsburg ein Leuchtturmprojekt für
Leichtbau im Automobil, das den Standort Wolfsburg und die
gesamte Forschungsregion aufwertet. Namhafte Partner wie
Volkswagen, die TU Braunschweig, zahlreiche Unternehmen und
künftig auch die Fraunhofer Gesellschaft tragen dazu bei“,
erläuterte Wolfsburgs Oberbürgermeister Klaus Mohrs. Die
Stadt Wolfsburg und das Land Niedersachsen fördern die
Errichtung und die Ausstattung des Forschungsgebäudes. Das
Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt mit
Forschungsgeldern, um großserientaugliche Fertigungs- und
Produktionstechnologien für die wirtschaftlich und
ökologisch nachhaltige Herstellung hybrider
Leichtbaukomponenten aus Metallen, Kunststoffen und textilen
Strukturen zu entwickeln.
„Als Wolfsburger freut
es mich ganz besonders, dass es uns mit der Open Hybrid
LabFactory gelungen ist, die Leichtbauaktivitäten des NFF zu
stärken und damit Wolfsburg als Universitätsstandort
langfristig zu sichern“, sagte Dr. Udo-Willi Kögler,
Sprecher des Vorstandes Niedersächsisches Forschungszentrum
Fahrzeugtechnik (NFF).
Bild: Spatenstich für die Open Hybrid LabFactory in Wolfsburg: (v.l.) Julius von Ingelheim und Thomas Krause, Mitglieder des Vorstands der Wolfsburg AG, Dr. Udo-Willi Kögler, Sprecher des Vorstandes des Niedersächsischen Forschungszentrums Fahrzeugtechnik (NFF), Dr. Armin Plath und Prof. Dr.-Ing. Klaus Dilger, Vorsitzende des Vorstandes des Open Hybrid LabFactory e.V., Prof. Dr.-Ing. Jürgen Hesselbach, Präsident der Technischen Universität Braunschweig, Iris Bothe, Stadträtin der Stadt Wolfsburg, Prof. Dr. Werner Neubauer, Markenvorstand Volkswagen für den Geschäftsbereich Komponente und Vorsitzender des Beirates Open Hybrid LabFactory e.V., Wolfsburgs Oberbürgermeister Klaus Mohrs und Roland Stöckigt, Geschäftsführer der Volkswagen Immobilien GmbH
Quelle: Wolfsburg AG
Erstellt am 30.12.2014