IKT nutzt Laborextruder von Coperion Freitag, 16.01.2015
Das Institut für Kunststofftechnik (IKT) der Universität Stuttgart hat die Ausstattung seines Technikums jetzt um ein neues Compoundiersystem erweitert: einen Laborextruder ZSK 18 MEGAlab von Coperion.
Hierbei handelt es sich um einen Doppelschneckenextruder mit einem Schneckendurchmesser von 18 mm, der speziell für kleine Durchsätze konzipiert wurde. Ab Ansatzmengen von 200 g sind darauf Durchsätze bis zu maximal 40 kg/h realisierbar. Damit erfüllt die Compoundieranlage insbesondere die Anforderungen bei der Rezepturentwicklung und bei Forschungsarbeiten. „Wir haben den neuen Laborextruder für die aktuellen und auch zukünftigen Forschungsarbeiten am Institut angeschafft.
Im Fokus unserer Forschung stehen insbesondere komplexe
reaktive Systeme, die Aufbereitung von
Hochtemperaturwerkstoffen und von hochgefüllten
Werkstoffsystemen“, erklärt Institutsleiter Prof. Dr.
Christian Bonten. Anders als bei der Materialaufbereitung im
industriellen Maßstab, wo sehr hohe Durchsätze gefordert
werden, geht es hierbei um hohe Flexibilität bei möglichst
sparsamem Materialeinsatz. In der Forschung bringt das
beispielsweise beim Verarbeiten von neuen, im Labor
entwickelten Materialien in Kleinmengen oder von sehr teuren
Ausgangsmaterialien Vorteile. Daher hat das
IKT
für den neuen Extruder auch drei zusätzliche Dosiersysteme
von
Coperion
K-Tron mit sehr geringen Durchsätzen angeschafft, um damit
im Extremfall selbst Kleinstmengen von 20 ml/h prozesssicher
zu dosieren. Um mit dem Laborextruder eine möglichst große
Einsatzbreite abzudecken, hat Coperion den ZSK 18 MEGAlab
für das IKT mit einem verlängerten Verfahrensteil und in
Hochtemperaturausführung ausgelegt.
Der ZSK 18
MEGAlab ist fahrbar und sehr kompakt gebaut,
Versorgungssysteme wie Wasserkühlung und Vakuumeinheit sowie
Motor- und Extrudersteuerung sind im geschlossenen
Untergestell integriert. Durch Verwendung von
Schnellverschlüssen lässt sich das Verfahrensteil einfach
reinigen, sodass Produktwechsel unproblematisch und in
kurzer Zeit realisierbar sind. Ein besonderer Vorteil des
Laborextruders ist das sichere Scale-up auf größere
ZSK-Baugrößen. Dadurch sind die am IKT im Labormaßstab
gewonnenen Ergebnisse gut auf Compoundierextruder im
Produktionsmaßstab übertragbar. Mit dem neuen ZSK 18 MEGAlab
sind im Technikum des IKT jetzt insgesamt bereits vier
Doppelschneckenextruder ZSK von Coperion im Einsatz.
Quelle:
Coperion
Bild: Prof. Christian Bonten (rechts), Leiter des IKT, und Frank Lechner, Leiter Verfahrenstechnik bei Coperion, Stuttgart, bei der Übergabe des neuen ZSK 18 MEGAlab im Technikum des IKt (Coperion)
Erstellt am 16.01.2015