BioPlastik Donnerstag, 12.03.2015
Der von der Industrielle Biotechnologie Bayern Netzwerk GmbH (IBB Netzwerk GmbH) eingereichte Antrag für das Kooperationsnetzwerk "BioPlastik" wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) bewilligt.
Die Förderung erfolgt innerhalb des Programms „Zentrales
Innovationsprogramm Mittelstand“ (ZIM). Das interdisziplinär
zusammengesetzte Kooperationsnetzwerk will den Marktanteil
von biobasierten Polymeren deutlich verstärken. Der Fokus
der bislang 20 Partner sind technische Projekte zur
Entwicklung von innovativen und gleichzeitig preisgünstigen
Biopolymeren. Diese sollen in Massenprodukten wie
Verpackungen zum Einsatz kommen. Dabei müssen die
Biopolymer-Materialien gleiche oder sogar bessere
Eigenschaften aufweisen als konventionelle petrochemische
Kunststoffe. Zudem werden an die Herstellung der Biopolymere
und die Materialien selbst strenge Nachhaltigkeitskriterien
gestellt.
Die
IBB Netzwerk GmbH
wurde von den beteiligten Partnern für das
Netzwerkmanagement beauftragt. Ihre Aufgabe besteht darin,
das Netzwerk auszubauen, die Netzwerkinteraktionen zu
fördern sowie Forschungs- und Entwicklungsprojekte mit zu
konzipieren. Darüber hinaus wird die IBB Netzwerk GmbH die
Öffentlichkeit informieren und Konzepte erarbeiten, um den
Markteintritt zu erleichtern. Dafür erhält sie für zunächst
ein Jahr insgesamt rund 150.000 Euro vom BMWE und den
Netzwerkpartnern. Nach erfolgreichem Abschluss ist eine
weitere Förderung über zwei bis drei Jahre möglich.
Damit wird die IBB Netzwerk GmbH auf einem Gebiet mit größter Umweltrelevanz tätig: Lebensmittelverpackungen, Tragetaschen, Spielzeug oder Funktionskleidung aus petrochemischen Kunststoffen sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Ihre Langlebigkeit wird allerdings zum Problem, denn sie werden in der Natur nur sehr schlecht abgebaut. Aus diesem Grund reichert sich umweltschädlicher Kunststoffmüll immer mehr an, deutlich sichtbar etwa in den Meeren. „Um diese Umweltverschmutzung zu vermindern, will sich das Kooperationsnetzwerk ´BioPlastik´ auf biobasierte, abbaubare Polymere konzentrieren und diese an die jeweils anwendungstechnisch gewünschten Anforderungen anpassen“, erläutert Prof. Haralabos Zorbas, Geschäftsführer der IBB Netzwerk GmbH. Aufgrund ihrer Eigenschaften gilt das Marktpotential für biobasierte Polymere als enorm. Dieses Potential soll im Kooperationsnetzwerk künftig erschlossen werden.
Quelle: IBB Netzwerk GmbH
Erstellt am 14. März 2015