Material speichert Magnetfeld Donnerstag, 02.04.2015
Forscher des c fester Stoffe (MPI-CPfS) in Dresden haben ein neues Material entwickelt, in dem sie eine außerordentlich starke magnetische Wechselwirkung nachweisen konnten.
Auch nach Abschalten des externen Magnetfeldes konnte eine magnetische Feldstärke von über drei Tesla in dem neuen Material gemessen werden, ein sehr hoher Wert, wie er beispielsweise von starken Magnetresonanz-Tomographen in der Medizin erreicht wird.
Die am MPI-CPfS berechnete und hergestellte Legierung aus
Mangan-Platin-Gallium ist scheinbar unmagnetisch. Wie durch
einen Tarnmantel geschützt, liegen hier die magnetischen
Eigenschaften im Inneren verborgen, während sich um das
Material herum kein Magnetfeld detektieren lässt. Um die
getarnten magnetischen Eigenschaften ihrer neuen Verbindung
besser zu begreifen, wurden Versuche in einem
Hochfeld-Magnetlabor mit gepulsten Magnetfeldern in Dresden.
sowie weitere Experimente in statischen Magnetfeldern
in Nijmegen, durchgeführt. Es gelang den
Wissenschaftlern schließlich, dem Material ein Magnetfeld
von über drei Tesla aufzuprägen. Dazu wurde die Legierung in
einem mehr als 20 Tesla starken, statischen Magnetfeld
kontrolliert abgekühlt, was schließlich zu einer
magnetischen Wechselwirkung im Material führte.
Die
neuen Ergebnisse sind besonders interessant für die
Grundlagenforschung. Doch auch zu möglichen Anwendungen ist
es nur ein kleiner Schritt: So ist es bereits gelungen, eine
andere Verbindungen zu finden, deren magnetischer
Phasenübergang sich oberhalb der Raumtemperatur befindet.
Das könnte neue magneto-elektronische Bauelemente mit einer
ungewöhnlich stabilen Magnetisierung ermöglichen.
Quelle: Max-Planck-Instituts für Chemische Physik
Bild: MPI - Max-Planck-Forscher entdecken starke Magnetisierung
Erstellt am 1. April 2015