Noch leichtere Flugzeuge Freitag, 24.04.2015
Weniger ist jetzt noch mehr: Kosten- und Gewichtseinsparungen bei der Herstellung von komplexen Pumpgehäusen.
Bei der Herstellung von komplexen Pumpengehäusen für die
Luftfahrtindustrie lassen sich Kosteneinsparungen von mehr
als 30 Prozent und Gewichtseinsparungen von bis zu 50
Prozent gegenüber herkömmlich zerspanten Metallbauteilen
erzielen. Das effiziente Produktionsverfahren,
einschließlich der Teilekonsolidierung, hat der
niederländische Spritzgussspezialist
Egmond Plastic BV, Alkmaar, entwickelt, indem er die eigene
Schmelzkern-Technologie mit einer Polymerlösung von
Victrex plc, Thornton Cleveleys GB, kombiniert.
Pumpengehäuse für Anwendungen in der Luftfahrt
besitzen äußerst komplexe Innengeometrien, die mit
herkömmlicher Spritzgusstechnik nicht zu formen sind. Die
Schmelzkern-Technologie von Egmond Plastic Technologie in
Kombination mit kohlenstofffaserverstärktem VICTREX
PEEK-Polymer ermöglicht eine 80-prozentige Zeitersparnis
gegenüber spanabhebender Bearbeitung. Sekundäre
Bearbeitungsschritte für Korrosionsschutz, z. B.
Anodisieren, können entfallen.
Ein
kohlenstofffaserverstärktes PEEK-Polymer zeigt gegenüber
Aluminium eine überlegene Ermüdungsbeständigkeit.
Gleichzeitig erfüllt der Werkstoff alle technischen
Anforderungen für diese Anwendung. Dazu zählen etwa
Steifigkeit, effektive FST-Eigenschaften (Flammschutz,
Rauchentwicklung, Toxizität) und Beständigkeit gegen
aggressive Chemikalien, darunter die für diese
Luftfahrtanwendung wichtige Beständigkeit gegen Kerosin und
die Hydraulikflüssigkeit Skydrol.
Ein Beispiel
für Egmonds Schmelzkern-Technologie bei der Verwendung von
VICTREX PEEK ist eine Kraftstoffpumpe für das Düsenflugzeug
„Eurofighter Typhoon“, das seit mehr als 20 Jahren im
Einsatz ist.
Bild: © PTI Technologies - Pumpengehäuse aus VICTREX®
PEEK-Polymer für Flugzeuge erzielen 50 Prozent
Gewichtseinsparung.
Erstellt am 24. April 2015
KK