Diamantharte Schichten Montag, 22.06.2015
Mit hartem Kohlenstoff beschichtete Motorenkomponenten verringern den Treibstoffverbrauch durch gegen null gehende Reibungswerte.
Forscher am Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und
Strahltechnik IWS
in Dresden entwickelten ein neues Laser-Verfahren,
Laser-Arc-Verfahren genannt, Kohlenstoffschichten mit nahezu
der Härte von Diamant großtechnisch in hohen
Beschichtungsraten und großen Dicken in Serie aufzutragen.
Beschichtungen auf Kohlenstoffbasis werden zwar bereits in
der Serienproduktion eingesetzt. Die tetraedrischen amorphen
Kohlenstoffschichten aus dem Laser-Arc-Verfahren sind jedoch
wesentlich härter und damit verschleißfester als
herkömmliche diamantähnliche Schichten.
Beim
Laser-Arc-Verfahren wird im Vakuum ein Lichtbogen zwischen
einer Anode und dem Kohlenstoff als Kathode erzeugt. Um den
Lichtbogen auszulösen, trifft ein Laser auf den Kohlenstoff.
Es entsteht Plasma aus Kohlenstoff-Ionen, das sich im Vakuum
auf den zu beschichtenden Bauteilen abscheidet. Um
industriell große Stückzahlen zu ermöglichen, fährt ein
gepulster Laser vertikal eine rotierende Kohlenstoffwalze ab
und steuert hierdurch den Lichtbogen. Die Walze wird
gleichmäßig abgetragen. Für eine einheitliche glatte
Beschichtung lenkt zudem ein Magnetfeld das Plasma ab und
filtert Schmutzpartikel heraus.
Mit dem Laser-Arc-Verfahren können sehr dicke ta-C-Schichten von bis zu 20 Mikrometern mit hohen Beschichtungsraten abgeschieden werden. Der Automobil- und Motorradhersteller BMW arbeitet intensiv an der großtechnischen Umsetzung ta-C-beschichteter Bauteile in Motoren seiner Fahrzeugmodelle.
Quelle: Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und
Strahltechnik
Bild: © Dirk Mahler / Fraunhofer - Mit
dem Laser-Arc-Verfahren gelingt es, reibungsmindernde
verschleißarme Schichten auf Bauteilen abzuscheiden.
Erstellt
am 22. Juni 2015
KK