Bienenwabe auf dem Autodach Mittwoch, 19.08.2015
Neuartiges Leichtbaudach im smart fortwo - Erstes Autoaußenbauteil in Sandwich-Wabentechnik mit Class-A-Folie
Das Dachmodul im Standardmodell des neuen smart fortwo
besteht aus einer Papierwabe und zwei umschließenden
Glasfasermatten, die in einem Sprühimprägnierprozess mit
dem thermisch aktivierbaren
Polyurethan-Schaumsystem Elastoflex® E 3532 von BASF,
Ludwigshafen, besprüht und mit einer durchgefärbten
Class-A-Oberflächenfolie verpresst werden. In einem einzigen
Arbeitsschritt entsteht so ein Dachmodul, das um 30 Prozent
leichter ist als das Seriendach des Vorgängermodells – bei
gleicher Festigkeit und Biegesteifigkeit. Entwickelt hat das
Leichtbaudach die Firma Fehrer Composite Components, die es
in ihrem Werk in Großlangheim fertigt. Bisher wird die
Wabentechnologie im Autoinnenraum verwendet. Nachdem das
Halbzeug imprägniert wurde, wird es in einem beheizten
Werkzeug zusammen mit der Class-A-Folie in Form gepresst.
Dabei schäumt das PU-System am Rand des Sandwichs leicht auf
und schafft einen festen Materialverbund zwischen Folie,
Verstärkungsmatten und dem Papierwabenkern.
Elastoflex®
E ist hinsichtlich der Reaktivität so eingestellt, dass
lange Sprühzeiten von bis zu 120 Sekunden für großflächige
Bauteile bei gleichzeitig kurzen Entformungszeiten bis 60
Sekunden möglich sind. Dekormaterialien und Folien können im
Werkzeug direkt hinterschäumt werden, da Elastoflex® E eine
gute Haftung zu vielen Materialien ausbildet. Das Dachmodul
des smart fortwo ist an der Außenseite mit einer
Class-A-Folie und an der Innenseite mit einer
Textilverkleidung ausgestattet.
Im Unterschied zu
herkömmlichen Composite-Bauteilen werden bei diesem
Dachmodul die einzelnen Schichten nicht in einem
mehrstufigen Verfahren verklebt, sondern in einem einzigen
Arbeitsschritt produziert.
Weiterfürende
Informationen:
www.basf.com,
www.elastoflex.de,
www.performance-materials.basf.com
Foto: BASF - Neuartiges Leichtbaudach aus
Polyurethanschaum im smart fortwo.
19.08.2015
KK