RWE testet Energiespeicher Mittwoch, 02.09.2015
Unternehmen startet Power to Gas-Anlage mit höchstem Nutzungsgrad
RWE hat ihre Power to Gas-Anlage im nordrhein-westfälischen
Ibbenbüren offiziell in Betrieb genommen. Die hochmoderne
Anlage ist Teil einer erstmalig verwendeten Systemlösung,
die die örtliche Strom-, Erdgas- und Fernwärmeversorgung
effizient miteinander verbindet. Überschüssiger Strom aus
regenerativen Quellen wird hierbei in Wasserstoff
umgewandelt, um ihn anschließend im Erdgasnetz zu speichern.
Von dort aus kann er zu einem späteren Zeitpunkt für die
Stromproduktion eingesetzt werden - und das bei höchstem
Nutzungsgrad. Das Power to Gas-Verfahren gilt langfristig
als eine der Schlüsseltechnologien für die künftige
Energieversorgung.
Zentrales Element der Power to
Gas-Anlage ist ein Elektrolyseur, in der Größe eines
Schiffscontainers, der von dem britischen Unternehmen ITM
Power gebaut wurde. Der Elektrolyseur wandelt nicht
unmittelbar benötigten Strom aus regenerativen Quellen, wie
Photovoltaik oder Windkraft, in Wasserstoff um, der
anschließend über eine Gasdruckregelstation dem Erdgasnetz
beigemischt wird. In dieser Gasdruckregelstation wird zudem
die Abwärme des Elektrolyseurs eingesetzt. In Zeiten
niedriger regenerativer Stromproduktion werden die zuvor
eingelagerten Erdgasmengen dem Erdgasspeicher wieder
entnommen und in einem Blockheizkraftwerk am
RWE-Fernwärmenetz in Ibbenbüren zur Stromerzeugung
eingesetzt. Die hierbei praktizierte Kraft-Wärme-Kopplung
führt zu einer deutlich verbesserten Energieausnutzung in
dieser Systemlösung. Die Power to Gas-Anlage von RWE in
Ibbenbüren hat eine elektrische Nennleistung von 150
Kilowatt und erzeugt den Wasserstoff mit einem Druck von 14
bar.
Quelle/Bild:
RWE
- Nahmen die Power to Gas-Anlage heute offiziell in Betrieb:
Dr. Heinrich Dornbusch, Vorsitzender Geschäftsführer der
Landesinitiative KlimaExpo.NRW, NRW-Wirtschaftsminister
Garrelt Duin, Dr. Arndt Neuhaus, Vorstandsvorsitzender der
RWE Deutschland, Heinz Steingröver, Bürgermeister der Stadt
Ibbenbüren und Dr. Joachim Schneider, Technikvorstand der
RWE Deutschland (v.l.n.r.)
02.09.2015
KK