Hochleistungs-elektrodenmaterial Dienstag, 15.09.2015
Natriumionenakkumulatoren für intelligente Netze?
Die Anforderungen an moderne Akkumulatoren für stationäre
Energiespeichersysteme sind: lange Lebensdauer, geringe
Kosten, hohe Sicherheit, hoher Wirkungsgrad und eine hohe
Betriebspannung. Preiswertes Natrium als Ersatz für das
teure Lithium in den Batterien würde die Kosten bereits
massiv senken. Chinesische und japanische Wissenschaftler
berichten nun in der Zeitschrift Angewandte Chemie über ihre
Entwicklung einer Hochleistungs-Batteriezelle mit einer
bipolaren Elektrode, die aus einem gemischten
Natrium-Übergangsmetalloxid besteht.
Die
verblüffende Lösung ist ein bipolares Material, das
gleichzeitig als Anode und Kathode in einer vollständig
symmetrischen Natriumzelle dient. Dieses bipolare
Elektrodenmaterial ist ein gemischtes Titanoxid mit dem
Namen P2-NNCT für "P2-Phase von
Na0.66Ni0.17Co0.17Ti0.66O2". Die Ziffern geben die
unterschiedlichen Anteile der Elemente Natrium, Nickel,
Cobalt und Titan an. Während das Natriumion in der Struktur
die bewegliche Ladung repräsentiert, dienen die Zentren
Nickel und Cobalt als negative Elektrode, und das Titanoxid
ist die positive Elektrode. Am wichtigsten für die genannten
Sicherheits- und Leistungsaspekte ist jedoch die starre
Schichtstruktur des Materials. Wie eingeklammert befinden
sich die Natriumionen zwischen den
Übergangsmetalloxidschichten, aber beim Lade- und
Entladevorgang können sie ohne Volumenänderung entlang der
Schichten frei wandern.
Als Batteriezelle
angeordnet, besitzt das neue Material die bislang am
höchsten gemessene durchschnittliche Betriebsspannung von
3.1 V in symmetrischen Natriumzellen und die längste
Lebensdauer mit 1000 Zyklen von sämtlichen Natriumzellen.
Dies alles spricht in der Tat für eine bedeutende
Weiterentwicklung der Batterietechnik.
Quelle:
chemie.de
15.09.2015
KK