Lebensmittelkontakt Mittwoch, 23.09.2015
Mit einer neuen TPE-Werkstoffreihe erfüllt Actega DS alle von der EU oder der FDA vorgegebenen Vorschriften und Grenzwerte.
Was für Schachtel, Glas, Konservendose, Kunststoffbeutel
oder Metallverschlüsse gilt, gilt für alle Gegenstände aus
Kunststoff, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen:
Materialien und Gegenstände im Lebensmittelkontakt dürfen
weder zur Gesundheitsgefährdung, noch zur unvertretbaren
Veränderung der Zusammensetzung der Lebensmittel oder zur
Beeinträchtigung der organoleptischen Eigenschaften führen.
Aber: Kunststoffe enthalten oft Phthalate oder andere
Weichmacher, die beigemischt werden, um die Dehnbarkeit und
Verarbeitbarkeit des von Natur aus harten und spröden
Materials zu optimieren. Der Nachteil: Diese weich machenden
Zusätze sind nicht fest in den Kunststoff eingebunden und
können durch Fett oder Flüssigkeiten herausgelöst werden.
Dieser Migrationsproblematik hat sich die EU schon
frühzeitig angenommen und im Verlaufe der Jahre zunächst die
Rahmenverordnung 1935/2004, dann die 4. Änderungsrichtlinie
der Kunststoffrichtlinie 2007/19/EG und schließlich die
sogenannte Super-Verordnung und die Plastics Implementation
Measure – kurz PIM – verabschiedet. Diese mit strengen
Verfügungen hinsichtlich einzuhaltender Migrationsgrenzen –
Global- wie spezifische Migration – Rückverfolgbarkeit,
Konformitätserklärungen und realistischen
Migrationsprüfungen.
Lebensmittelaufbewahrungsboxen,
die direkten und mehrfachen Kontakt zu Lebensmittel haben,
müssen daher auch diesen Prüfungen standhalten – speziell
die dort verwendeten Dichtungsmaterialien. Eine mögliche
Migration unerwünschter Stoffe aus dem Dichtungsmaterial
muss minimiert werden. Wurde früher oft auf Silikon
zurückgegriffen, wird heute zunehmend nach Alternativen
gesucht, um eben niedrigste Migrationswerte garantieren zu
können.
Die Einhaltung der vorgeschriebenen
Migrationsgrenzen wird deshalb vor einer Marktzulassung.
Getestet wird mit Simulanzien (Ethanol, Olivenöl,
Essigsäure). So werden etwa die Simulanzien Ethanol 10
Vol-%, Ethanol 20 Vol-% und Essigsäure 3 Gew.-% den
Lebensmitteln mit hydrophilen Eigenschaften zugeordnet (z.B.
Milch, frischer oder haltbar gemachter Fisch, Schalentiere,
Fleisch und Fleischerzeugnisse etc.). Die Simulanzien
Ethanol 50 Vol-% und Pflanzliches Öl werden Lebensmitteln
mit lipophilen Eigenschaften zugeordnet (alkoholische
Getränke mit einem Alkoholgehalt über 20 Vol-%, in
alkoholische Medien eingelegte Gemüse, Fette, Öle, etc.).
Für Mehrweggegenstände gilt dabei, dass die
Migrationsprüfung dreimal an ein und derselben Probe unter
jeweiliger Verwendung einer anderen Portion des
Lebensmittelsimulanz durchgeführt werden muss.
Neben nachgewiesener niedriger Migration, muss
trotz erforderlicher Weichheit (A-10 bis maximal A-50) des
Materials die Verarbeitung im Spritzgussverfahren
gewährleistet sein. Letztlich ist auch darauf zu achten,
dass keine Kontaminationen/Verfärbungen durch Kontakt mit
betakarotinhaltigen Lebensmitteln verursacht werden.
Diesem
Anforderungsprofil entsprechen die TPE von Actega DS,
Spezialist für Verschluss- und Verpackungstechnologien und
Hersteller von Kunststoffgranulaten die u.a. für Anwendungen
im Lebensmittelkontakt zertifiziert sind. Mit einer
innovativen Reihe von TPE-Werkstoffen setzt das Unternehmen
auf PVC-Freiheit, nachhaltige Produktion, Ressourcen- und
Energieeffizienz und auf die Einhaltung aller von der EU
oder der FDA vorgegebenen Vorschriften und Grenzwerte.
Messehinweis:
Actega DS
stellt zur diesjährigen Fakuma vom 13. – 17. Oktober 2015 in
Friedrichshafen in Halle 5, Stand B5-5115 aus.
23.09.2015
BB