Kleben statt Schweißen Dienstag, 01.12.2015
Hybrid-Hochleistungskleber ersetzen das Nieten, Schrauben und Schweißen bei CFK und GFK.
Carbon-Faser-verstärkte Kunststoffe (CFK) sowie
Glas-Faser-verstärkte Kunststoffe (GFK) lassen sich nur
schlecht verschweißen. Die Schweißnaht und ihre Umgebung
verlieren durch den Schweißprozess zudem an mechanischer
Festigkeit. Ein Verbinden mittels Nieten oder Schrauben
ergibt durch die hierfür nötigen Bohrungen eine Verletzung
und damit Schwächung der Struktur der zu verbindenden
Bauteile. Gleiches gilt auch für das Schweißen, Nieten oder
Verschrauben insbesondere hochlegierter Edelstähle.
Als
Konsequenz wurden in den letzten Jahren
Hybrid-Hochleistungskleber auf Basis von Sofortklebern und
Zweikomponentenklebern entwickelt, mit denen sich sowohl
Kunststoffteile als auch Metallteile fest und sicher
verbinden lassen. Hierbei werden die Bauteile durch den
Sofortkleber rasch fixiert, so dass dem hochfesten
Zweikomponenten-Kleber Zeit für die störungsfreie Aushärtung
gegeben wird. Zur Anwendung kommen hierfür kalt aushärtende
Expoxyharz-Systeme, um eine aufwändige Wärmebehandlung der
Klebestelle zu vermeiden.
Es kann letztendlich
eine Festigkeit der Klebestellen erreicht werden, die
diejenige der Verbundwerkstoffe selbst übersteigt. Durch den
vermehrten Einsatz von Faser-Polymer-Verbundwerkstoffen ist
in den letzten Jahren eine verstärkte Entwicklung solcher
Hochleistungskleber vorangetrieben worden, die in einen
mittlerweile wachsenden Bedarf an geeigneten Klebern für
hochfeste Verbindungen einmündet.
Foto:
P.E. Schall - Klebstoffauftrag: Um Verbindungen
prozesssicher zu realisieren, wird automatisiert. Das zeigt
ein Beispiel von der Bodexpo .
01.12.2015
GJ