Polymer-Metall-Hybrid-Bauteile Freitag, 04.12.2015
Metallumformung und Composite-Spritzguss in einem Arbeitsgang für Automobilteile
Die von der EU vorgegebenen Flottenziele zur Senkung des
Kohlendioxid-Ausstoßes zwingen Automobilherstellung zu einer
signifikanten Gewichtssenkung ihrer Neufahrzeuge. Bislang
wurde dies im Wesentlichen mittels Ersatz von Stahlbauteilen
durch Aluminium- und Magnesiumlegierungen oder von
faserverstärkten Polymeren erreicht. Der Trend ging hierbei
zu Carbonfaser-verstärkten Composites.
Ein neuer
Trend ist in der Entwicklung von Hybrid-Bauteilen aus
Leichtmetall und Carbonfaser-verstärkten Polymeren zu sehen.
Dieser Weg wird von VW im Konzept der „Open Hybrid Lab
Factory“ beschritten. Thyssen-Krupp arbeitet in Kooperation
mit der TU-Dresden an einem „Space-Frame-Prinzip“ das die
Herstellung von Metall-Carbonfaser-Composite-Hybridbauteilen
in einem gleichzeitigen Arbeitsschritt aus Metallumformung
und Composite-Spritzguss kombiniert und der bisherigen
Schalenbauweise produktionstechnisch überlegen ist. Die so
gefertigten Bauteile aus Metall und Composites zeigen eine
ausgezeichnete mechanische Festigkeit bei niedrigem Gewicht.
Bild: © tiero - Fotolia.com
04.12.2015
GJ