Self-Sealing TPE Freitag, 04.12.2015
ProvaMed®-Werkstoffverbindung für Septum und Verschlussmembran von Actega DS, Bremen, erfüllen die Self-Sealing Anforderungen der US-Behörden und können im Spritzguss verarbeitet werden.
Wenn Ampullen – ob im medizinischen pharmazeutischen oder
kosmetischen Einsatz - mehrfach Wirkstoffe entnommen werden,
gelten hohe Anforderungen an das eingesetzte Material. Das
gilt insbesondere für die selbstverschließende Eigenschaft
des für Septum, Verschlussmembran, Stopfen oder
Fertigspritzensystem eingesetzten Werkstoffs. Die Ampulle
muss auch nach mehrfachem Einstechen vollständig vor Leckage
sicher und dicht sein, u.a. um eine Kontamination des
Wirkstoffes zu vermeiden. Die United States Pharmacopeia
(USP) hat eine Reihe von Richtlinien und Testmethoden zur
Qualifizierung von Self-Sealing Eigenschaften entwickelt,
die z.B. alle aus Kunststoffmaterialien hergestellten
Verschlüsse, Septa, Verschlussmembranen, Stopfen,
Fertigspritzen durchlaufen müssen, bei denen das sichere
Wiederverschließen gefordert ist.
Die Testmethode USP
381 zur Sicherstellung der Fähigkeit eines Produktes oder
eines Materials, sich nach jedem von mehreren Einstichen
sicher zu verschließen, setzt für die Punktur eine Nadel der
Größe 21 ein. Dabei werden Durchlässigkeit, Fragmentierung
und Selbstabdichtung überprüft.
Um den Test für
Durchlässigkeit zu bestehen, bei dem die Kraft gemessen
wird, die benötigt wird, um das Septum zu durchstoßen, darf
die Einheit von 10 Newton nicht überschritten werden. Nur so
kann sichergestellt werden, dass sowohl für Personal, als
auch für automatisches Equipment ein Durchstechen einfach
möglich wird.
Bei der Fragmentierung wird die
Wahrscheinlichkeit des Zerbrechens des Septums in kleine
Partikel aufgrund des Einstechens überprüft. Um
Kontaminationen und Leckage zu verhindern, darf keine
Fragmentierung stattfinden.Um die Self-Sealing Eigenschaften
zu bestätigen, muss im Test die fragliche Probe mindestens
zehnmal durchstochen werden und darf in keinem Fall Leckage
aufweisen.
Die Lösung von Actega DS
Nach
Entwicklung mehrerer Rezepturalternativen konnte eine
ProvaMed®-Werkstoffverbindung hergestellt werden, die im
Einsatz etwa für Sicherheitsstopfen von Kanülen, in der
Infusionstherapie, als Septum und Verschlussmembran die
folgenden Vorteile bietet:
Gute Self-Sealing
Eigenschaften für sicheren Wiederverschluss auch nach
mehrfachem Einstechen, was nicht nur die Haltbarkeit
verlängert und das Kontaminationsrisiko minimiert, sondern
auch die Patientensicherheit erhöht.
Auch nach
mehrfacher Punktierung keine Fragmentierung, keine
Partikelreste, die an der Nadel verbleiben und dadurch in
den Wirkstoff gelangen könnten. Besondere Reinheit, weil
keine Interaktionen mit sensiblen Pharmazeutika oder
Wirkstoffen stattfinden, da weder Schwefel noch Zink oder
andere Vernetzer verwendet werden, wie das etwa bei
vulkanisiertem Kautschuk nötig ist. Niedrigere
Produktionskosten, da leicht im Spritzgussverfahren zu
verarbeiten.
Keine Überraschungen beim Zulassungsprozess, da alle
regulatorischen Erfordernisse bereits bei der Entwicklung
der Rezeptur berücksichtigt wurden. So werden die
Anforderungen des Europäischen Arzneibuches, des USP, der
FDA sowie die geprüfte Biokompatibilität nach ISO 10993
erfüllt. Darüber hinaus sind die ProvaMed®-TPE
sterilisationsfähig, arzneimittel- und medienbeständig,
migrationsarm und geeignet für den Körperkontakt sowie frei
von Silikon, Latex, PVC und Phthalaten.
04.12.2015