Registrierungspflicht 1t/a Dienstag, 05.01.2016
Hilfestellung bei der Bewertung der chemischen Gefährdungen bietet die QSAR-Toolbox – jetzt erweitert um ein Beispiel für die Vorhersage von Langzeittoxizität gegenüber Fischen.
In der letzten REACH-Registrierungsphase sind Stoffe, die in
einer Menge von 1t/a gehandhabt werden, bis zum 31.
Mai 2018 zu registrieren. Oft verfügen Hersteller/Importeure
solcher Stoffe nicht über eine ausreichende Datenlage für
eine Registrierung. Eine mögliche Alternative zu Tests sind
in solchen Fällen QSAR-Tools (Quantitative
Structure-Activity Relationship-Tools) zur Vorhersage
der geforderten Endpunkte.
Die ECHA hat ein neues
anschauliches Beispiel veröffentlicht, das aufzeigt, welche
Elemente berücksichtigt werden müssen, wenn die Vorhersage
von Langzeittoxizität gegenüber Fischen mit der QSAR-Toolbox
vorgenommen wird. Das neue Beispiel (Teil 2b) wurde in die
Reihe der im Februar 2014 veröffentlichten QSAR-Toolbox
Fallstudien aufgenommen. Damit stehen nun Beispiele für vier
verschiedene Endpunkte zur Verfügung:
- Sensibilisierung der Haut
- Kurzzeittoxizität für Wirbellose (bevorzugte Tierart: Daphnia)
- Kurzzeittoxizität für Fische
- Langzeittoxizität für Fische
Bei der Toolbox handelt es sich um eine
Softwareanwendung, mit deren Hilfe Behörden, die chemische
Industrie und andere interessierte Kreise Datenlücken bei
den (Öko-)Toxizitätsdaten schließen können, die zur
Beurteilung der Gefährdungen durch chemische Stoffe benötigt
werden. Die Toolbox integriert Informationen und Tools aus
verschiedenen Quellen in einen logischen Arbeitsablauf.
Wesentlich für diesen Arbeitsablauf ist die Gruppierung von
chemischen Kategorien. Die Fallstudien decken nun vier
verschiedene Endpunkte ab, die alle relevant sind für
Unternehmen, die eine Registrierung in der letzten
REACH-Registrierungsfrist bis zum 31. Mai 2018 anstreben.
Link zu den QSAR-Fallstudien auf der ECHA-Webseite
Link zur QSAR-Toolbox der OECD
05.01.2016
BB