Brandgefahr durch LiPo-Akkus Freitag, 05.02.2016
Akku-Überladung führt zur Explosion
Ein Grossbrand im Dezember 2015 ist vermutlich durch den
Lithium-Polymer-Akku eines Modellautos ausgelöst worden.
Batterie-Experten der Eidgenössischen Materialprüfungs- und
Forschungsanstalt (Empa), Dübendorf CH, haben bereits
Überladeexperimente an solchen Akkus durchgeführt und geben
Tipps zur sicheren Handhabung. Lithium-Polymer-Akkus (kurz
LiPo-Akkus) sind als energiereiche Stromspeicher bei
Modellbauern beliebt. Akkus dieser Bauart stecken aber auch
in Smartphones, Tablets, Kameras und Laptops.
Bei richtiger Handhabung sollen die millionenfach
verbreiteten LiPo-Akkus ungefährlich sein. Normalerweise
wird zu jedem akkubetriebenen Gerät das passende Ladegerät
mitgeliefert. Das sollte man tunlichst verwenden – so ist
sichergestellt, dass die passende Ladespannung verwendet
wird und der Akku vom Strom getrennt wird, sobald er voll
aufgeladen ist. Auch bei Handys, Tablets und Laptops besteht
keine Gefahr, weil dort die passende Ladeelektronik bereits
im Gerät integriert ist.
Wird ein Akku mit einem
Ladegerät verbunden, das sich nicht von selbst abschaltet,
kann der Akku überhitzen, sich aufblähen, heiße Gase abgeben
und schließlich entflammen. Die Empa-Forscher hatten einen
handelsüblichen, etwa 50 Gramm schweren LiPo-Akku (1300 mAh)
absichtlich stark überladen. Die Explosion des Akkus hätte
durchaus einen Zimmerbrand auslösen können. Es empfiehlt
sich also, LiPo-Akkus möglichst nur auf nicht-brennbaren
Unterlagen zu laden und während des Ladens zu überwachen.
Foto: Empa - Heftige Explosion nach einer
15-minütigen, starken Überladung des LiPo-Akkus
05.02.2016
KK