Erfassung von Marine Litter Donnerstag, 03.03.2016
Das Modell „Vom Land ins Meer - Erfassung landbasierter Kunststoffabfälle“ wurde im Auftrag der Kunststoffindustrie in Deutschland und Österreich entwickelt. Damit sollen verlässliche Aussagen darüber gewonnen werden, woher der Müll in den Ozeanen stammt und welches die Haupteintragsquellen sind.
Die Methodik wurde von der Consultic Marketing &
Industrieberatung GmbH erarbeitet. Das Modell inkl. Handbuch
ist kostenfrei bei der BKV erhältlich.
Schätzungen
gehen davon aus, dass weltweit etwa 80 Prozent des
Meeresmülls von Land in die Ozeane gelangt, darunter auch
ausgediente Kunststoffprodukte, die meist sichtbares Zeichen
der Gewässerverschmutzung sind. Mit dem neuen Modell sollen
diese Einträge erstmals systematisch erfasst werden. Die
dazu entwickelte Methodik berücksichtigt sowohl
Kunststoffabfälle als sogenannte Makro- sowie
Mikrokunststoffe in Form kleiner Partikel. Um mehr Kenntnis
über die wesentlichen Quellen für Meeresmüll von Landseite
zu erlangen, wird zwischen Einträgen aus
Oberflächengewässern (wie Flüssen) und küstennahen Einträgen
(Strand, Häfen) differenziert. Unter Einbeziehung von
europäischen Statistiken auf Basis der
„NUTS-Systematik" (europäische Klassifikation für
Gebietseinheiten) werden zudem Bevölkerungsdichte und
sozioökonomische Daten in den untersuchten Regionen
herangezogen. So werden weitere Aufschlüsse über das
Müllaufkommen bezogen auf Eintragspfade gewonnen.
Studie
„Vom Land ins Meer – Erfassung landbasierter
Kunststoffabfälle“
Bild: © monticellllo_Fotolia.de
03.03.2016
BB