Kohlefaserverstärktes Polypropylen Donnerstag, 03.03.2016
Borealis erweitert seine Fibremod™-Palette mit kohlefaserverstärkten Hochleistungs-Polypropylenwerkstoffen
Borealis AG, Wien / Austria, führt mit Fibremod™ Carbon
kohlefaserverstärkte Polypropylen Typen ein. Der Zielmarkt
ist insbesondere die Automobilindustrie, wo die neuen
Produkte helfen, die Vorteile kohlefaserverstärkter
Kunststoffe zu nutzen, wie beispielsweise das hervorragende
Dichte-Gewicht-Verhältnis, das erhebliche
Gewichtsreduktionspotenzial sowie die verbesserten
Möglichkeiten zur Funktionalisierung und Modularisierung der
Bauteile.
Fibremod Carbon -Werkstoffe
weisen eine Steifigkeit auf, die es bei Polypropylenen zuvor
noch nicht gegeben hat, und erreichen bis zu 20.000
Megapascal (Mpa) in Verbindung mit einer außerordentlich
geringen Dichte. Die spezifische Steifigkeit bietet eine
Möglichkeit zum Vergleich von Dichte und Steifigkeit
unterschiedlicher Materialien. Im Rahmen dieses Vergleichs
übertrifft Fibremod Carbon sogar leichtgewichtige Metalle
wie Aluminium oder Magnesium, wodurch ein
Gewichtseinsparungspotenzial von mehr als 60 Prozent im
Vergleich zu Stahl ermöglicht wird.
Mit
Fibremod Carbon können die gleichen Gewichtseinsparungen
erzielt werden wie mit üblicherweise verwendeten Materialien
wie Magnesium oder kohlefaserverstärktem Polyamid. Ein
zusätzlicher Vorteil in diesem Zusammenhang ist die
Vermeidung von Kontaktkorrosion und Feuchtigkeitsaufnahme
sowie die Eignung der Werkstoffe für günstige
Spritzgussprozesse. .Im Vergleich zu Aluminium ergeben sich
erhebliche Kostenvorteile; ein Vergleich mit PA6-GF30 zeigt
einen neutralen Kostenvorteil, allerdings ein um 30 Prozent
höheres Gewichtsreduktionspotenzial.
Derzeit sind drei Kohlefaserverstärkte PP
Typen erhältlich mit 20 Prozent, 30 Prozent oder 40 Prozent
Kohlefaser Anteil, je nach Anforderung an die Steifigkeit
der Bauteile. Diese neuen Werkstoffe eignen sich
insbesondere für Anwendungen wie Kettenspanner,
Pumpengehäuse, Scheinwerfergehäuse, Ölwannen, Sitzrahmen,
Armlehnen, Schaltkulissen und Schiebedachrahmen. Außerdem
wird die Möglichkeit einer Verwendung für Strukturteile und
für Anwendungen unter der Motorhaube sowie für
Motorradbauteile ausgelotet.

Abbildung: Spezifische Biegesteifigkeit von Fibremod mit Glasfaser (GF) und Kohlefaser (CF) im Vergleich zu üblicherweise verwendeten leichtgewichtigen Metall- und Polyamid- (PA-) Lösungen. © Borealis.
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03.03.2016
KK