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Systemintegrierter Wiege-Prozess Dienstag, 15.03.2016

Mit Poly.Scale lassen sich Wiege-Prozesse systemgestützt und voll integriert in den Produktionsprozess steuern.

Das separate Verwiegen von Rohstoffen und Materialien für die weitere Verarbeitung im Produktionsprozess bietet eine Reihe von Herausforderungen, denen sich ein Compoundier-Betrieb tagtäglich stellen muss:

  • Die richtigen Rohstoffe und Materialien müssen für die Verwiegung heran gezogen und die eingesetzten Chargen dokumentiert werden
  • Beim Verwiege-Prozess dürfen die einzelnen Komponenten nicht vertauscht werden.
  • Die Wiegeergebnisse müssen eindeutig und einfach ablesbar sein.
  • Unterschiedliche Wiege-Toleranzen je Rezepturkomponente und Einsatzstoff müssen berücksichtigt werden
  • Die Dokumentation der Verwiegung muss vollständig und klar den Verwiege-Prozess beschreiben.
  • Der richtige Umgang mit unterschiedlichen Verwiege-Prozessen ist erforderlich
  • Zusätzliche Anweisungen zum Wiegeprozess, etwa zum Arbeitsschutz, müssen befolgt werden

Diese Herausforderungen zeigen die Grenzen eines „händischen“ Verwiege-Prozesses auf. Daher bietet sich an, die Verwiegung von Rohstoffen und Materialien eingebunden ins ERP (Enterprise-Resource-Planning)-System zu unterstützen.

Poly.Scale als Komponente von Poly.ERP ist eine solche Lösung. Hiermit lassen sich Wiege-Prozesse systemgestützt und integriert in den Produktionsprozess steuern. Dafür bringt Poly.Scale ein ausgewogenes Schnittstellenkonzept mit – offen und flexibel für die Interaktion mit verschiedenen ERP-Systemen und Waagen-Systemen.

In das ERP-System direkt integrierte Verwiege-Prozesse – wie etwa mit Poly.Scale – haben sich in der Compoundier-Praxis bewährt.  Ein konkretes Beispiel für die Architektur eines integrierten Verwiege-Systems ist die Kombination aus Poly.ERP, Poly.Scale, einem Tablet-Terminal sowie einem Handscanner mit der direkten Anbindung über LAN, WLAN oder RS232 an ein Soehnle Terminal. An dieses können eine oder mehrere Soehnle Wägebrücken entsprechend des benötigten Wägebereichs angebunden werden.

In dem genannten Beispiel wird dabei das Soehnle Terminal nur noch für das Eichen und die Kommunikation mit der jeweiligen Wägebrücke bzw. Lastträger genutzt. Die sonstige Bedienung des gesamten Wiege-Systems erfolgt über die graphische Bedienoberfläche auf dem Industrie-Tablet. Hier findet der Benutzer alle für den Prozess relevanten Informationen auf einen Blick und kann den  gesamten Vorgang graphisch unterstützt vornehmen und automatisch dokumentieren lassen.

Über den Barcodescanner werden prozessrelevante Daten direkt beim Verwiegen erfasst, händische Aufschreibungen oder sonstige manuelle Erfassungen sind nicht erforderlich. Auf Gefährdungen und Anwendungsvorgaben wird der Nutzer automatisch über Warnsymbole hingewiesen.

Durch die beschriebene Einführung eines systemgestützten Wiege-Prozesses wird die Effizienz der Verwiegung dieser Teilkomponente deutlich verbessert. Die Prozess-Sicherheit wird spürbar erhöht und Qualitätsprobleme, aufgrund ungenauer Komponenten-Menge, werden deutlich reduziert.

 

Bild: Kirchhoff Datensysteme Software GmbH & Co. KG - Es liegt auf der Hand, dass Compoundierer genau auf das Gewicht achten müssen, speziell wenn es um Rezepturen mit eher kleinen Mengenbestandteilen geht.

 

15.03.16
AK