DirectCoating Dienstag, 06.09.2016
Auf der Kunststoffmesse K 2016 zeigt Covestro, Leverkusen, den Prototyp einer neu gestalteten Lenkradabdeckung.
Die Entwicklung demonstriert eine große Bandbreite an
Farben, Oberflächenstrukturen und haptischen Eindrücken, die
mittels DirectCoating aus einem Werkzeug am selben Bauteil
darstellbar ist.
Das beschichtete Bauteil entsteht in einem
Zwei-Komponenten-Werkzeug mit Hilfe eines zweistufigen
Verfahrens in der Spritzgießmaschine. Zuerst wird der
Kunststoffträger in der ersten Kavität spritzgegossen. Dann
wird er in eine um die Lackschichtdicke vergrößerte zweite
Kavität gebracht, in die das lösemittelfreie Lacksystem über
einen RIM-Mischkopf injiziert wird. Das Ergebnis
ist ein nahezu nachbearbeitungsfreies,
polyurethan-beschichtetes Bauteil. Gegenüber der
herkömmlichen Kombination aus Spritzguss und nachfolgender
Spritzlackierung bietet der integrierte Prozess
Einsparpotenziale hinsichtlich Logistikaufwand,
Energieverbrauch und Platzbedarf. Das Bauteil selbst kann
transparent, transluzent oder opak sein. Seine Oberfläche
lässt sich in verschiedenen Farben lackieren, mit einer
Mattlack- oder Klavierlackoptik dekorieren oder mit
kratzfesten Funktionsbeschichtungen schützen. Hinzu kommen
verschiedene Möglichkeiten der haptischen Gestaltung sowie
der Oberflächenstrukturierung.
Mit dem injizierten Lack können auch Konturen wie scharfe
Kanten, Rundungen oder erhabene Flächen dargestellt werden,
weil er die Werkzeugoberfläche detailgetreu abbildet. Eine
Variante sind Feinstnarbungen mit scharf abgegrenzten
Hochglanz- und Mattbereichen.
Bild: Covestro - Das DirectCoating von Lenkrädern von Covestro erlaubt auch eine kratzunempfindliche Feinnarbung
AK
2.9.16