Hybrid Lab – offizieller Start Freitag, 30.09.2016
Mit einem Festakt am 22. September 2019 wurde die Open Hybrid LabFactory, der LeichtbauCampus in Wolfsburg, offiziell eröffnet.
Leichtere Werkstoffe und neue Produktionstechniken helfen
dabei, dass Autos in großen Stückzahlen umweltfreundlicher
hergestellt werden können. Entsprechende
Schlüsseltechnologien für den Fahrzeugbau der Zukunft
entwickelt der Forschungscampus Open Hybrid LabFactory in
Wolfsburg.
Die Forschung in der Open Hybrid
LabFactory wird im Rahmen des Forschungscampus-Programms des
Bundes mit bis zu 30 Millionen Euro gefördert. In dem
Wettbewerb war das LeichtbauCampus-Konsortium unter
Federführung des Niedersächsischen Forschungszentrums
Fahrzeugtechnik (NFF) der Technischen Universität
Braunschweig mit dem Engagement von Industriepartnern wie
der Volkswagen AG als eines von neun geförderten Campi
erfolgreich. Insgesamt werden über 90 Millionen Euro für
Ausstattung und erste Forschungsprojekte vom
Bundesministerium für Bildung und Forschung, dem Land
Niedersachsen, der Stadt Wolfsburg und Industriepartnern
bereitgestellt. 60 Millionen davon wurden in die
Gebäudeerstellung, die Anlagentechnik und die
Ersteinrichtung investiert. In den kommenden 15 Jahren
sollen Forschungsprojekte mit einem Volumen von über 200
Millionen Euro in der Open Hybrid LabFactory durchgeführt
werden.
Im LeichtbauCampus wird die gesamte
Wertschöpfungskette für hybride Bauteile abgebildet, von der
Konzeption über die Herstellung von Verstärkungstextilien
und den hybriden Fertigungsprozessen bis hin zum Recycling.
Ziel ist es die Grundlage für die Produktion von besonders
leichten und somit energie- und ressourceneffizienten
Fahrzeugkarosserien und Antriebssystemen in hohen
Stückzahlen zu schaffen. Forscher entwickeln dazu die so
genannte Hybridbauweise weiter. Dabei werden Werkstoffe mit
unterschiedlichen Eigenschaften, wie Metall, Kunststoff und
textile Strukturen, zu möglichst leichten Bauteilen
zusammengefügt. Dabei bieten sie dieselbe hohe Sicherheit
und Leistung wie konventionelle Autos.
Um dies zu
ermöglichen, arbeiten in der Forschungsfabrik Expertinnen
und Experten aus Universitäten, Forschungseinrichtungen und
Industrie auf Augenhöhe unter einem Dach zusammen. Unter der
Federführung des Niedersächsischen Forschungszentrums
Fahrzeugtechnik (NFF) der TU Braunschweig kooperieren dort
Volkswagen, BASF, DowAksa, Engel, IAV, Magna, Siempelkamp,
ThyssenKrupp, ZwickRoell, Institute der
Fraunhofer-Gesellschaft, der TU Clausthal und der
Universität Hannover sowie eine Vielzahl weiterer
Unternehmen. International agierende Technologieführer
bringen damit ihre Kompetenzen in den akademischen
Forschungsprozess ein und umgekehrt. Auch Studierende und
Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler
profitieren von den vielfältigen Perspektiven und den
Erfahrungen der Partner. Das neue Kompetenz- und
Forschungszentrum für wirtschaftlichen Leichtbau und
innovative Werkstoff- und Fertigungstechnologien ist in
Wolfsburg, unweit des Stammwerks der Volkswagen AG, in
direkter Nähe zum MobileLifeCampus entstanden.
Weiter Informationen zur Eröffnung
Bild: Dr. Armin Plath, Leiter Leichtbaucampus Volkswagen Konzernforschung, Hiltrud Jeworrek, Bürgermeisterin der Stadt Wolfsburg, Matthias Müller, Vorstandsvorsitzender Volkswagen AG, Prof. Dr. Jürgen Hesselbach, Präsident der Technischen Universität Braunschweig, Prof. Dr. Johanna Wanka, Bundesministerin für Bildung und Forschung, Thomas Schmall, Komponentenvorstand Marke Volkswagen, Stephan Weil, Ministerpräsident des Landes Niedersachsen, Prof. Dr. Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft und Prof. Dr. Klaus Dilger, Vorstandsvorsitzender Open Hybrid LabFactory e.V. (TU Braunschweig/www.fotodesign-bierwagen.de)
30.09.2016/BB