Erosion an Rotorblättern Montag, 10.10.2016
Um hohe Reparaturkosten und verminderte Erträge an Windenergieanlagen zu verhindern, hat 3M eine neue Schutzfolie für die Vorderkanten von Rotorblättern entwickelt.
Das 3M Wind Protection Tape W8750 ist beständiger,
elastischer und leichter zu applizieren als herkömmliche
Erosionsschutzfolien. Außerdem verhindert die matte
Folienoberfläche störende Reflexionen. Die Folie besteht aus
einem optimierten, speziell formulierten Polyurethan, das
eine ca. vierfach höhere Regenerosionsbeständigkeit sowie
eine hohe Stabilität gegen Umwelteinflüsse bietet. Dadurch
wirkt sich die neue Folie positiv auf die Lebensdauer des
Rotorblatts und den Ertrag der Anlage aus.
Auch
der für die Haftung auf verschiedensten Untergründen
eingesetzte Haftklebstoff wurde überarbeitet und zeigt eine
bessere Scherfestigkeit. Er wird zudem in einem
lösemittelfreien Prozess hergestellt. Die Kombination von
optimierten Klebstoffeigenschaften und Polyurethan
verhindert auch bei extremen Belastungen großflächige und
kostenintensive Schäden.
Die höhere Elastizität
des Materials ermöglicht ein leichtes Applizieren auf
kompliziert geformten Oberflächen. Muss die Folie bei Bedarf
entfernt werden, ist dies wegen ihrer guten
Witterungsstabilität und hohen Elastizität kein Problem.
3M
kann im Bereich der Erosionsschutzfolien auf eine
vierzigjährige Erfahrung zurückgreifen. Diese Folien wurden
anfangs zum Schutz von Helikopterrotoren entwickelt, fanden
dann aber auch Anwendung bei Flugzeugen und Windturbinen.
Durch immer größere Rotordurchmesser an Windkraftanlagen und
die dadurch bedingte höhere Umfangsgeschwindigkeit steigt
der Bedarf an hochwertigen und langlebigen
Erosionsschutzlösungen.
Mehr zum 3M Wind Protection Tape W8750.
Bild: 3M - Erosionsschutzfolie für Rotorblätter
von Windkraftanlagen
Siehe auch den Beitrag in
den WIP-News vom 05.07.2016:
Eine 50-stündige Regen-Erosionsprüfung hat die
Beschichtungslösung für Rotorblätter RELEST® Wind LEP S
von BASF an einem dänischen Institut bestanden
10.10.2016/KK