OLED auf hauchdünnem Edelstahl Mittwoch, 11.10.2017
Edelstahl als Substrat für organische Leuchtdioden (OLED) gut geeignet.
Das Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP stellt auf der aimcal 2017 (USA) eine OLED auf hauchdünnem Edelstahl vor, die in Zusammenarbeit mit Nippon Steel & Sumikin Materials Co., Ltd. (NSMAT) and Nippon Steel & Sumitomo Metal Corporation (NSSMC) entstanden ist.
Edelstahl verfügt im Gegensatz zu bisher üblichen
Substratmaterialien wie Glas oder Kunststoff über spezielle
Eigenschaften, womit es z. B. als Substrat für
organische Leuchtdioden (OLED) gut geeignet ist. Aufgrund
der von NSSMC entwickelten Planarisierungsschicht und der
vergleichsweise guten thermischen Leitfähigkeit von
Edelstahl sind homogene großflächige Leuchtflächen mit guter
Wärmeableitung und der Betrieb unter Stromdichten > 10
mA/cm² einfacher realisierbar. OLED müssen außerdem vor
Feuchtigkeit und Sauerstoff geschützt werden, damit die
organischen Schichten funktionstüchtig bleiben. Edelstahl
hat eine ausgezeichnete Barrierewirkung gegen
Umwelteinflüsse und eignet sich daher auch unter diesem
Gesichtspunkt als Träger der OLED.
Durch die guten Glätte und der hohen Leitfähigkeit der
Edelstahlfolie wird ein sehr homogenes OLED-Licht erreicht.
Mögliche Einsatzbereiche der OLED auf Edelstahl sind Blinker
oder Rücklicht von Autos, Fassadenverkleidungen oder
Displays.
Nach der aufwändigen Entwicklung der Edelstahlfolie, soll
diese nun produktionstauglich gemacht werden. Das Fraunhofer
FEP verfügt über eine Rolle-zu-Rolle-Prozesslinie zur
Herstellung von OLED auf flexiblen Materialien und einen
reproduzierbaren OLED-Prozess. Dies macht die Optimierung
der Edelstahlfolie mit einer Polymer-Glättungsschicht erst
möglich.
Foto: Fraunhofer FEP - OLED auf hauchdünnem Edelstahl
AK
4.10.17