67,5 Milliarden Euro Kosten durch Bürokratie

Diese Summe trägt die deutsche Wirtschaft. Das entspricht rund 1,5 Prozent der Wirtschaftsleistung.

Rund 25 Prozent der gesamten Bürokratiekosten sind branchenspezifisch, gelten also für einzelne Wirtschaftsbereiche. Ein Viertel hiervon entfällt auf die Industrie und hier vor allem auf die Pharmaindustrie, wie ein aktuelles Gutachten des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) gerade untersucht hat.

Im Vergleich zum Jahr 2010 habe die Zahl der gültigen Bundesgesetze im Jahr 2024 mit 1.797 fast 8 Prozent höher gelegen; die zu diesen Gesetzen gehörenden Einzelnormen legten um fast 22 Prozent auf 52.401 zu. Auch die Zahl der Bundesverordnungen und ihrer Einzelnormen sei im selben Zeitraum in einer ähnlichen Größenordnung gestiegen: 2024 wurden 2.866 Rechtsverordnungen (+7,9 Prozent gegenüber 2010) mit 44.475 Einzelnormen (+20,7 Prozent) verzeichnet (Deutscher Bundestag, 2024; Haucap et al., 2023).

Das Gutachten des IW für den Verband forschender Arzneimittelhersteller (vfa) kommt zu dem Ergebnis: Bürokratie sei nicht nur eine Belastung, sie könne für den Standort Deutschland sogar ein Vorteil sein. Vorausgesetzt die Verfahren sind modern und digital organisiert. Dann könne „gute Bürokratie“ zum Vorteil im internationalen Wettbewerb werden.

 

AK
1.10.25