24. Februar 2027, Hannover-Garbsen

Forum Kunststoffpraxis 2027

Post-Industrial-Rezyklate – resiliente, nachhaltige und qualitätssichere Rohstoffquelle

Quoten steigen, Rezyklat fehlt, PIR zählt nicht. Was jetzt?

Globale Unsicherheiten, volatile Märkte und zunehmende Abhängigkeiten von internationalen Lieferketten stellen Unternehmen derzeit vor große Herausforderungen. Gerade in diesem Kontext eröffnet die Kreislaufwirtschaft neue strategische Perspektiven.

Die EU hat die Regeln geändert: Die Verpackungsverordnung schreibt ab 2030 Mindestanteile an Rezyklat vor, die neue Altfahrzeugverordnung ab 2032 mindestens 15 Prozent, ab 2036 mindestens 25 Prozent in den Kunststoffbauteilen neuer Fahrzeuge. Angerechnet wird ausschließlich Post-Consumer-Rezyklat.

Die Marktstudien von Conversio und BKV zeigen, dass die geforderten Mengen aus Post-Consumer-Abfällen bis 2030 nicht zu decken sind. Bei technischen Kunststoffen wie Polyamid liegt die verfügbare Menge weit unter dem Bedarf.

Post-Industrial-Rezyklate (PIR) sind seit Jahrzehnten der sortenreine, dokumentierte Rezyklatstrom der technischen Kunststoffverarbeitung. Für die neuen Quoten zählen sie bislang nicht. Wie Verarbeiter, Recycler und Anwender mit diesem Spannungsfeld umgehen, welche Rolle PIR in resilienten Rohstoffquellen spielt und wo die Abgrenzung zu PCR, Rezyklat und Abfall verläuft, darum geht es beim wip-Forum Kunststoffpraxis am 24. Februar 2027 im IKK in Garbsen.

Infografik: Der Anteil zirkulärer Materialien an der Rohstoffnutzung der EU soll bis 2030 von rund 12 Prozent auf 24 Prozent steigen. Zwei Reihen mit je zwölf Kacheln stehen für heute und den Zuwachs. Darunter die Aussage: Ohne Post-Industrial-Rezyklate wird das nicht gelingen.

Programm

Ab 9.30 begrüßen wir alle Teilnehmer. Checken Sie in Ruhe ein!

Mittwoch, 24. Februar 2027
10:00–17:00 Uhr

Programmdetails (10:00 bis 17:00 Uhr)

Vormittag
Einlass
9:30–10:00
Begrüßung
10:00–10:05

Prof. Dr. Hans-Josef Endres (Gastgeber) und Dr. Axel Höfter (inhaltliche Leitung)

Ausreichend hochwertige Post-Consumer-Rezyklate? Daten und Fakten zu Mindesteinsatzquoten der Altautoverordnung
10:05–10:35

Christoph Lindner, Conversio GmbH

Grundlagen zur regulatorischen Abgrenzung
10:35–11:05

Dirk Jepsen, Ökopol – Institut für Ökologie und Politik GmbH

Praxisfälle zur Abgrenzung PCR, PIR, Rezyklat, Abfall – Nebenprodukt
11:05–11:35

Prof. Dr. Hans-Josef Endres, IKK – Institut für Kunststoff- und Kreislauftechnik

Praxisbeispiele für PVC – Sachstand und Entwicklungen
11:35–12:05

Dr. Alexander Kronimus, VinylPlus Deutschland e.V.

Mittagessen
12:05–13:30
Nachmittag
Upcycling von PA 66 GF25 aus SLF der Aluminiumaltfenster
13:30–14:00

Hartmut Schoon, Enneatech AG

Nachhaltige und resiliente Kreislaufwirtschaft – Vom PIR zum PCR
14:00–14:30

Frank Schockemöhle, Pöppelmann Kunststoff-Technik GmbH & Co. KG

Post-Industrial-Recycling: Materialkreisläufe für Technische Kunststoffe – Industrielle Umsetzung & Nachhaltigkeitsbewertung
14:30–15:00

Timo Zaeck, Röchling Industrial SE & Co. KG

Kaffeepause
15:00–15:15
Materialverlust vermeiden durch Identifizieren von effizient sortier- und recycelbaren Stoffströmen
15:15–15:45

Arne Hinz, ContiTech Deutschland GmbH

Von der Materialentwicklung zur Kreislaufwirtschaft: Zukunftsperspektiven für TPE
15:45–16:15

Magdalena Michl, KRAIBURG TPE

Anlagentechnik/Aufbereitungstechnologien für PIR (inputstromspezifische NGR-Technologien im Vordergrund)
16:15–16:45

Günther Klammer, NGR – Next Generation Recyclingmaschinen GmbH

Resümee
16:45–17:00

Moderatoren

Expertise aus Forschung und Industrie

Prof. Dr. Hans-Josef Endres

Prof. Dr. Hans-Josef Endres

IKK Leibniz Universität Hannover

Abgrenzung PCR, PIR, Rezyklat, Abfall

Arne Hinz

ContiTech Deutschland

Sortier- und recycelbare Stoffströme

Dirk Jepsen

Dirk Jepsen

Ökopol

Regulatorische Abgrenzung

Günther Klammer

NGR Next Generation Recyclingmaschinen

Aufbereitungstechnik für PIR

Dr. Alexander Kronimus

VinylPlus Deutschland

Praxisbeispiele PVC

Christoph Lindner

Conversio

Mindesteinsatzquoten und Rezyklatmengen

Magdalena Michl

Magdalena Michl

KRAIBURG TPE

Zukunftsperspektiven für TPE

Frank Schockemöhle

Pöppelmann Kunststoff-Technik

Vom PIR zum PCR

Hartmut Schoon

Hartmut Schoon

Enneatech AG

Upcycling von PA 66 GF25

Timo Zaeck

Röchling Industrial

Materialkreisläufe technischer Kunststoffe

Für wen ist das Forum Kunststoffpraxis?

Das wip-Forum Kunststoffpraxis richtet sich an Produktdesigner:innen, Verarbeiter und Anwender von technischen Kunststoffen, Bauteilen und Rezyklaten.

Sowohl erfahrene Experten als auch Nachwuchswissenschaftler profitieren vom fachlichen Austausch und den praxisnahen Einblicken.

Vortrag beim wip-Forum Kunststoffpraxis: Referent am Pult vor dem wip-Roll-up, Publikum im Hörsaal
Eingangshalle des Produktionstechnischen Zentrums Hannover (PZH) in Garbsen mit Glasfassade und roter Drehtür

Veranstaltungsort

IKK – Institut für Kunststoff- und Kreislauftechnik

IKK – Institut für Kunststoff- und Kreislauftechnik
im Produktionstechnisches Zentrum der Leibniz Universität Hannover / PZH
An der Universität 2
30823 Garbsen

Das IKK bietet als Veranstaltungsort einen passenden Rahmen für den Schwerpunkt Kreislaufführung.  Die Uniumgebung fördert einen ungezwungenen fachlichen Austausch und das Netzwerken.

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Sichern Sie sich Ihren Platz beim Forum Kunststoffpraxis 2027 und profitieren Sie vom Austausch mit Experten aus Industrie und Forschung.

Datum

Mittwoch, 24. Februar 2027, 10:00–17:00 Uhr

Teilnahmegebühr

inkl. Verpflegung & Tagungsunterlagen

700 EUR p.P.
600 EUR für jede weitere Person, aus dem gleichen Unternehmen
300 EUR p.P. für wip-Mitglieder
kostenfrei – eine Person für wip-Neumitglieder

zzgl. MwSt., kostenfreie Stornierung bis 25. Januar 2027

Organisation & Kontakt

Berit Bartram
wip-Kunststoffe e.V.

info@wip-kunststoffe.de

+49 160 9090 4641