Die Bundesregierung hat das Aktionsprogramm der Bundesregierung zur Umsetzung der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie (NKWS) vorgelegt – siehe Anlage.
Trotz guter Ansätze bemängelt der Verband der Chemischen Industrie (VCI), dass der Vorschlag den Anforderungen nicht gerecht wird: „Kreislaufwirtschaft ist kein Nice-to-have. Sie ist ein Wettbewerbsfaktor, ein Baustein für mehr Rohstoffunabhängigkeit und birgt ein enormes wirtschaftliches Potenzial. Deutschland spielt hier technologisch noch ganz vorne mit, aber andere Regionen holen auf. Mit ihrem Aktionsplan hätte die Bundesregierung der Kreislaufwirtschaft den nötigen Schub geben können – stattdessen bleibt sie im Leerlauf stecken“, kommentiert Matthias Belitz, Bereichsleiter für Nachhaltigkeit, Energie und Klimaschutz beim VCI, den Regierungsplan. „Viele relevante Schwerpunkte werden beschrieben. Was fehlt, ist die Priorisierung, systematische Verknüpfungen und Instrumente zur Umsetzung. Damit verharrt der Aktionsplan im Ankündigungsmodus.“
VCI Pressemitteilung vom 3. Juni 2026
PlasticsEurope Deutschland kommt zu dem Schluss: Richtige Themen – zu wenig Verbindlichkeit – Insgesamt adressiere die Bundesregierung mit dem Aktionsprogramm die richtigen Handlungsfelder. Es fehle jedoch an ausreichender Verbindlichkeit, konkreten Maßnahmen und einem klaren industriepolitischen Rahmen.
„Wenn wir den Markthochlauf der Kreislaufwirtschaft ernsthaft wollen, brauchen wir mehr als politische Ziele – wir müssen ins Handeln kommen. Entscheidend ist ein politischer Rahmen, der Investitionen anregt und Nachfrage schafft. Andernfalls droht Deutschland, seine technologische Führungsrolle weiter zu verlieren“, so Bunte.
Weitere Stellungnahmen:
Sachsen begrüßt Bundesaktionsprogramm zur Kreislaufwirtschaft
VDA-Kommentierung zur Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie | VDA
„Dem richtigen Signal muss Praxistauglichkeit folgen“ – vdma.eu – VDMA
AK
9.6.26

