Mit dem Verkauf der ContiTech an Lone Star Funds schließt Continental seine strategische Neuausrichtung ab und wird erstmals in seiner Geschichte ein reiner Reifenhersteller.
Continental hat den Verkauf seines Unternehmensbereichs ContiTech an eine Tochtergesellschaft von Lone Star Funds für 4,0 Milliarden Euro bekannt gegeben. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der behördlichen Genehmigungen.
Lone Star übernimmt sämtliche weltweiten Geschäftsaktivitäten von ContiTech.
Donald Quintin, CEO von Lone Star Funds: „ContiTech ist ein hervorragend positioniertes Industrieunternehmen mit herausragenden technologischen Fähigkeiten und umfassender Materialkompetenz. Wir sind vom bedeutenden Potenzial des Unternehmens überzeugt. Gemeinsam mit Management und Mitarbeitenden weltweit werden wir das Geschäft durch operative Verbesserungen und gezielte Investitionen in attraktive Wachstumsmärkte weiterentwickeln.“
ContiTech zählt zu den weltweit führenden Industriespezialisten und beschäftigt rund 22.000 Mitarbeitende weltweit. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von rund 4,4 Milliarden Euro. Rund 80 Prozent der Erlöse stammen aus dem Industriegeschäft.
Das Portfolio umfasst Förder- und Antriebssysteme, Lösungen für Fluidmanagement sowie Dämpfungs- und Oberflächenanwendungen. Das Unternehmen bedient zahlreiche Industrien, darunter Bergbau, Energie, Bau und Infrastruktur, Off-Highway-Anwendungen, Mobilität sowie industrielle Fertigung.
Hintergrund zur Neuausrichtung
Der Verkauf von ContiTech ist Teil der strategischen Neuausrichtung von Continental zu einem reinen Reifenhersteller. Zuvor wurde im September 2025 der damalige Unternehmensbereich Automotive abgespalten und unter dem Namen Aumovio an die Frankfurter Börse gebracht. Im Februar 2026 veräußerte Continental zudem den früheren Geschäftsbereich Original Equipment Solutions von ContiTech.
AK
12.8.26

